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Oschatz Selbst Buchen knicken vor Hitze und Trockenheit ein
Region Oschatz Selbst Buchen knicken vor Hitze und Trockenheit ein
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17:03 11.08.2019
Ein befallener Baum mit den typischen „Wunden“ und braunen Flecken. Quelle: Foto: privat
Dahlen/Wermsdorf

An den Anblick von geschwächten Lärchen, Kiefern und Fichten haben sich Waldbesucher gewöhnen müssen. Die Trockenheit und Schädlinge wie Borkenkäfer setzen vor allem den Nadelbäumen zu. Zum Teil haben große Gruppen von Bäumen oder ganze Schläge bereits alle Nadeln abgeworfen, sind braun geworden und stehen nun als Totholz im Wald.

Doch nicht nur Nadelbäume leiden unter Wetter und Schädlingen, auch Laubbäume werden dadurch geschwächt. So sind in den Wäldern der Region bereits vereinzelt auch Buchen zu sehen, deren Stamm Löcher aufweist um die sich die Rinde dann braun verfärbt. Das Laub der oft großen und alten Bäume verfärbt sich daraufhin ebenfalls und die Bäume verlieren ihre Blätter.

Das seien typische Symptome einer Erkrankung, die auch als Buchenrindennekrose, Buchenkomplexkrankheit, Buchenrindensterben, Buchensterben oder Schleimflusskrankheit bezeichnet wird, klärt Andreas Padberg, Leiter des Forstbezirkes Leipzig, auf. Charakteristisch seien Schleimflussflecken, strichförmige Rindennarben und später das fleckenweise Absterben und Ablösen der Rinde. Es bilden sich Holzfäule und Pilze und holzbrütende Insekten nisten sich ein.

Trockenheit und Hitze befördern nicht nur die rindenbrütenden Borkenkäfer am Nadelholz, sondern auch Laubbäume sind geschwächt und leiden unterschiedlich unter dem Wassermangel und der Hitze“, so Padberg. Im Forstbezirk Leipzig betreffe dies vor allem Birke, Esche und Bergahorn. „Die dünne Rinde der Buche macht diese bei direkter Sonneneinstrahlung besonders hitzeanfällig – die ersten Symptome werden daher auch als ’Rindenbrand’ bezeichnet.“ Natürlicherweise ist die Rotbuche im Forstbezirk Leipzig nicht so häufig. In geeigneten Lagen, wo die Baumart häufiger zu finden ist, häufen sich allerdings auch die Schäden, besondern an älteren Bäumen. Die betroffenen Buchen schätzt Padberg auf ein Holzvolumen von bis zu 5000 Kubikmetern. Das sei durchaus erheblich, wenn auch vor dem Hintergrund der anderen von Sturm und Borkenkäfer betroffenen Baumarten eher weniger bedeutsam.

Befallene Buchen würden – sofern kein Risiko für die Verkehrssicherheit besteht – in der Regel stehen gelassen. Dann kann das Totholz als Biotop Tieren und Pilzen Versteck und Nahrung bieten und hat so immerhin noch einen Nutzen für den Naturschutz.

Von Jana Brechlin

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