Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Sieben Zusagen für Markt der Parteien in Oschatz – nur ein Anmelder fehlt noch
Region Oschatz Sieben Zusagen für Markt der Parteien in Oschatz – nur ein Anmelder fehlt noch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
16:06 08.08.2019
Parteien werben mit großen Plakaten für die Landtagswahl. Am 20. August können sie ihre Programme in Oschatz vorstellen. Quelle: Frank Hörügel
Anzeige
Oschatz/Torgau

Was Torgau schafft, schafft Oschatz auch: Am 20. August, so der Plan, geben sich die Parteien und Wählervereinigungen, die für die Region Bewerber um einen Sitz in den Landtag aufgestellt haben, ein Stelldichein. Dann soll es, analog zu dieser Veranstaltung am 20. Juli in der Elbestadt, einen Markt der Parteien in Oschatz geben. Den Anstoß dafür hat jetzt Andreas Sachse gegeben. Der Wahl-Oschatzer ist Vorsitzender des Ortsverbandes Collm-Döllnitz der Linkspartei. „Ich war bei der Veranstaltung in Torgau und sehr angetan von der Form der Präsentation, wie sie dort ein Schüler initiiert hatte“, so Sachse. In Oschatz ist er jetzt auf der Suche nach einer neutralen Person, die – nicht an eine Partei gebunden – die Veranstaltung anmeldet. Denn nur dann kann sie auch stattfinden.

Andreas Sachse Quelle: Christian Kunze

Für den 20. August erhofft sich der kommunalpolitisch erfahrene Initiator, dass die übrigen Parteien und Wählervereinigungen mitziehen und sich dem Dialog mit den Bürgern stellen. In Torgau waren bis auf eine Partei alle vertreten, die Kandidaten für den neuen Sächsischen Landtag ins Rennen schicken. Gefehlt hat dort nur die SPD. „Geschuldet war das einem internen Abstimmungsproblem, was wir sehr bedauern. Es ist keinesfalls so, dass wir uns in Torgau nicht dem Gespräch mit den Wählern stellen wollten“, erklärt der Landtagsabgeordnete Volkmar Winkler. Er bewirbt sich um den Wiedereinzug in den Landtag und ergänzt scherzhaft: „Wir werden am besten mit zwei Ständen da sein, um das Fehlen in Torgau auszugleichen“.

Barbara Scheller Quelle: privat

Von einem „Schulterschluss der demokratischen Parteien“, spricht Barbara Scheller mit Blick auf den Markt der Parteien in Oschatz. „Ich werde, genau wie in Torgau, dabei sein, vorausgesetzt der Terminkalender für den Wahlkampf sieht an diesem Tag nicht Wichtigeres vor“, so die Direktkandidatin der Grünen, die zugleich Ortschaftsrätin in Liptitz und Gemeinderätin in Wermsdorf ist. Aktuell stehe in der Tat nichts anderes an, die Oschatzer können also mit Barbara Scheller rechnen. Wenn es schon eine zusätzliche Möglichkeit gebe, den Diskurs zu führen, so müsse diese auch genutzt werden, sagt sie.

Volkmar Winkler. Quelle: Axel Kaminski

Auf einen regen Austausch mit den Bürgern setzt an diesem Tag auch Gudrun Petzold. Die Direktkandidatin der AfD nutze derzeit jede Chance, um den aus ihrer Sicht „sehr großen, zergliederten Wahlkreis“ kennen zu lernen. Auf dem Oschatzer Markt habe sie bereits mehrfach mit einem Stand Präsenz gezeigt, ferner die Dörfer rundherum besucht. „Ich kenne die Gegebenheiten und bin optimistisch, dass die Resonanz besser ist als in Torgau“, sagt sie. Dort hätten kaum Bürger Interesse gezeigt. Da in Oschatz am 20. August Wochenmarkt ist, sei diese Gelegenheit günstiger, um etwas gegen die Politikverdrossenheit im Volk erreichen zu können, meint sie. Zur Erinnerung: An einem gemeinsamen Diskussionsforum der Landeszentrale für politische Bildung und dieser Zeitung in Torgau vor wenigen Wochen hatte Gudrun Petzold trotz Einladung nicht teilgenommen.

AfD-Direktkandidaten für Nordsachsen zusammen mit Sachsens AfD-Chef: v.l.n.r. : René Bochmann, Gudrun Petzold, Jörg Urban und Roland Ulbrich Quelle: Leipziger Volkszeitung, Delitzsch-Eilenburg

Die CDU hat in diesem Jahr Bernd Merbitz auserkoren, um für den hiesigen Wahlkreis Stimmen zu fangen. Ob ihm das als jemand, der nicht in der Region lebt, gelingt, darf bezweifelt werden. „Um so wichtiger ist es, dass er die Gelegenheit bekommt, sich den Wählern vorzustellen und das Gespräch zu suchen“, sagt Hans-Günter Sirrenberg. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Oschatz-Liebschützberg hofft, dass Bernd Merbitz diesen Termin in Oschatz einrichten kann. „Wenn das nicht klappt, dann wird sich jemand anderes aus unseren Reihen finden, der mitmacht“, so Sirrenberg. Zu einen späteren Zeitpunkt werde es bis zur Wahl kaum noch Gelegenheit dafür geben.

Hans-Günter Sirrenberg Quelle: LVZ-Archiv

Für die Freien Wähler geht Denise Wendt an den Start. Auch sie versucht in allen großen Orten ihres Wahlkreises Fuß zu fassen. „Da darf Oschatz natürlich nicht fehlen“, sagt die junge Frau und ergänzt: „Ich freue mich, dass nach Torgau nun auch im Süden des Wahlkreises die Möglichkeit besteht, das Programm der Freien Wähler zu verdeutlichen, Anregungen und Probleme der Menschen aufzugreifen und mitzunehmen“, sagte sie auf Nachfrage dieser Zeitung.

Schließlich ist es noch die FDP, die mit Christoph Waitz einen Direktkandidaten für die Landtagswahl am 1. September zu bieten hat. „Eine zentrale Präsentation unserer politischen Ziele ist immer sinnvoll, besonders so kurz vor den Wahlen. Da der FDP-Kreisverband Nordsachsen am 20. August sowieso einen Infostand geplant hat, ist es rein organisatorisch auch so kurzfristig für uns realisierbar“, so Waitz auf Anfrage. Er selbst wird vor Ort sein, erklärte er und fügt hinzu: „Das Engagement der Partei Die Linke ist sehr zu begrüßen, besonders unter der Maßgabe, dass sie sich öffentlich im demokratischen Sinn dem Wettbewerb mit anderen Parteien stellen will“.

Denise Wendt Quelle: Facebook

Seit dieser Woche ist der Wahl-o-mat zur Sächsischen Landtagswahl online. Damit können Sie Ihre Positionen zu politischen Sachverhalten mit den Programmen der jeweiligen Parteien abgleichen.

Christoph Waitz Quelle: privat

Der Wahl-o-mat kann
hier aufgerufen werden.

Von Christian Kunze

Wahrscheinlich war es ein junger Mann, der am 2. Juli einen Großeinsatz von Feuerwehren aus der Region Riesa und Oschatz ausgelöst hat. Die Polizei veröffentlicht nun ein Phantombild.

08.08.2019

Mit einer geborenen Ukrainerin und einer in Polen lebenden Schweizerin geht es derzeit International zu auf dem Künstlergut im Grimmaer Ortsteil Prösitz. Die Stipendiatinnen lassen ihrer Kreativität freien Lauf.

13.08.2019

Landwirte sollen bei der Bestellung mehr daran denken, auch Blühstreifen anzulegen. So eine Forderung regionaler Imker. Immerhin gibt es in der Region schon einige gute Beispiele.

08.08.2019