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Oschatz Staatliche Kunstsammlungen wollen 2019 neue Ausstellung in Wermsdorf
Region Oschatz Staatliche Kunstsammlungen wollen 2019 neue Ausstellung in Wermsdorf
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09:13 02.11.2018
Wermsdorf Schloss Hubertusburg Quelle: Jana Brechlin
Wermsdorf/Dresden

Das Wermsdorfer Schloss Hubertusburg bekommt 2019 eine neue Sonderschau. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) wollen auch in Nordsachsen an die „Hochzeit des Jahrhunderts“, die Vermählung zwischen Kurprinz Friedrich August und Kaisertochter Maria Josepha, erinnern, die vor 300 Jahren, 1719, in Dresden gefeiert wurde. „Das war eine gigantische Feierlichkeit, die einen Monat lang anhielt“, erklärte Marion Ackermann, Generaldirektorin der SKD, bei der Jahrespressekonferenz in Dresden.

Daran werde eben nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern auch im Schloss Hubertusburg in Nordsachsen erinnert. Die Verbindung liegt dabei auf der Hand: Denn August der Starke, der Vater des Kurprinzen, ließ ab 1721 das prächtige Jagdschloss errichten, dass Friedrich August seinerseits als Kurfürst später weiter ausbauen sollte.

Mit der Ankündigung, im kommenden Jahr erneut eine Sonderausstellung im Schloss Hubertusburg zu kuratieren, dürften die SKD in Wermsdorf auf Begeisterung treffen. Seit der Schau 2013 anlässlich des 250-jährigen Jubiläums des Hubertusburger Friedens hofften die Akteure vor Ort auf eine Fortsetzung des Engagements. Über 86 000 Gäste hatten damals die Sonderschau zum Friedensjubiläum besucht und damit die Erwartungen von 30 000 Besuchern bei weitem übertroffen.

Die SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann zeigte sich begeistert vom größten Barockjagdschloss Europas. „Ich war bei meinem ersten Besuch tief beeindruckt von dessen Potenzial“, sagte sie. Sie freue sich, dass man nun mit einer großen Ausstellung an die erfolgreiche Premiere in Wermsdorf anknüpfen werde.

Ab April soll in der Beletage des Schlosses dann die Schau „Friedrich August und Maria Josepha – das verlorene sächsische Rokoko“ gezeigt werden. Damit werde man an die Eheanbahnung und das Leben des wettinisch-habsburgerischen Paares sowie auch an das Rokoko, das hier bis zur Zerstörung im Siebenjährigen Krieg prächtig in Szene gesetzt wurde, erinnern.

„Bei Rokoko denkt man ja immer an Süddeutschland, tatsächlich gab es das in der gleichen hohen Qualität auch in Sachsen, nämlich im Schloss Hubertusburg“, begründete Dirk Syndram, Direktor der Dresdner Rüstkammer und des Grünen Gewölbes. In der Schau dürfen sich die Besucher auf Schmuckstücke wie ein mit Diamanten verziertes Medaillon freuen, das Friedrich August seiner Braut schenkte, oder auf das Schlittenzeug, das bei einer Schlittenpartie des jungen Paares in Wien zum Einsatz kam.

Die erhaltene Kapelle im Schloss Hubertusburg. Quelle: Dirk Hunger

Als Ausstellungszeitraum ist April bis November vorgesehen, über die Finanzierung der Schau muss allerdings noch verhandelt werden, so Syndram. Man habe das Angebot gemacht, das 300-jährige Jubiläum der Hochzeit nicht nur in Dresden stattfinden zu lassen und brauche dafür Partner. „Wir stehen in den Startlöchern“, versicherte Syndram.

Außerdem gab es gestern Neuigkeiten für die Ausstellung der SKD im Schloss Hartenfels in Torgau. Dort soll im nächsten Jahr die Bronzestatuette „Mars“ von Giambologna gezeigt werden. Nach monatelangen Verhandlungen ist der Erwerb des Kunstwerkes, das zu einem Ensemble von drei weiteren Kleinbronzen des Renaissancekünstlers gehört, gelungen. Anfang 2019 – ein genauer Termin wurde gestern noch nicht genannt – soll der „Mars“ zunächst in Freiberg zu sehen sein, bevor er im Laufe des Jahres dann vorübergehend an die Elbe nach Torgau umzieht.

Von Jana Brechlin

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