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Oschatz Stinkender Schlamm im Kemmlitzbach: Suche nach Verursacher geht weiter
Region Oschatz Stinkender Schlamm im Kemmlitzbach: Suche nach Verursacher geht weiter
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11:20 26.06.2019
Tatort Kemmlitz: Wie stinkender Schlamm in den Kemmlitzbach gelangte, wird derzeit noch ermittelt (Symbolfoto). Quelle: Manuel Niemann
Kemmlitz

Es ist etwas faul im Mügelner Ortsteil. Genauer, der Kemmlitzbach verbreitete vor gut einer Woche einen immensen Gestank, so dass Anwohner den Abwasserzweckverband (AZV) Oberes Döllnitztal und Wasserversorger Veolia zu Hilfe riefen. Die Mitarbeiter im Bereitschaftsdienst beprobten daraufhin den Ablauf der Kläranlage, um sicherzustellen, dass die übel riechende Brühe nicht von ihr ausging.

Verschlammung wird abgesaugt und fachgerecht entsorgt

Auf Bitte des AZV sandte Veolia zudem einen Schlammsaugwagen nach Kemmlitz, um ihn zumindest optisch wiederherzustellen. Das Hochdruck-Saug-und-Spülfahrzeug, das dafür eingesetzt wurde, könne mit seiner leistungsstarken Vakuumpumpe entsprechende Verunreinigungen absaugen, erklärt Tina Stroisch, Leiterin Unternehmenskommunikation/Marketing bei Veolia.

Das entnommene Schmutzwasser sei im Anschluss von einer Entsorgungsfachfirma sachgerecht gereinigt worden. „Sofern ein Verursacher ermittelt und eine Schuld an der Verschmutzung nachgewiesen werden kann, könnte der Abwasserzweckverband Oberes Döllnitztal die Kosten an den Verursacher weiterberechnen“, teilte sie mit.

Bürgermeister Ecke: Landwirt inzwischen außer Verdacht

Weil die Kläranlage als Ursache ausschied, wurde zu diesem Zeitpunkt vermutet, dass ein Landwirt unerlaubt Abwässer in das Gewässer eingeleitet habe. Die Polizei und das Umweltamt des Landkreises Nordsachsen seien daher informiert worden.

„Wir müssen abwarten“, verweist Johannes Ecke (Freie Wähler) auf die noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen. „Dass der Bach stinkend verschlammt war, hat nichts mit der neuen Kläranlage zu tun, auch nichts mit den Kläranlagen der Leute im Umfeld“, sagt er auf unsere Anfrage.

Auch der im Verdacht stehende Landwirt habe inzwischen als Verursacher ausgeschlossen werden können. Zudem gebe es keinen Zusammenhang mit der Überschwemmung, die die Kemmlitzer Hauptstraße, kurz davor ereilte.

Fehlersuche geht weiter

„Die Veolia ist jetzt dabei und sucht den Fehler. Sie sind in Richtung Oberort unterwegs und haben dort einmal die Schächte geöffnet, um zu sehen, wo die Verschlammung und der Gestank herkommen könnte.“

„Aktuell laufen noch die Ermittlungen zur Feststellung des Verursachers“, teilt auch das eingeschaltete Umweltamt auf Anfrage mit. Einen Zusammenhang mit den vorhergehenden Starkniederschlägen gebe es nicht. Aufgrund der „optischen und geruchlichen Beschaffenheit“ des Wassers schloss das auch die Veolia aus.

Von Manuel Niemann

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