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Oschatz Stolze Hausherren: Bornitzer Wehr feiert Einzug in neues Gerätehaus
Region Oschatz Stolze Hausherren: Bornitzer Wehr feiert Einzug in neues Gerätehaus
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13:03 14.11.2017
Wehrleiter René Tschierste (l.) und Bürgermeister David Schnmidt stoßen gemeinsam auf den nun eingeweihten Neubau des Bornitzer Gerätehauses an. Quelle: Foto: Axel Kaminski
Bornitz

Einige Aspekte der Feuerwehrgeschichte des Ortes liegen im Halbdunkel der Geschichte. Dazu gehört, dass es ein Gebäude mit der Inschrift „Sprützenhauß RitterGuth die Gemein: B.W.K“ gibt, an dem sich die Jahreszahl – MDCCLXXXV“, also 1785 – nur erahnen lässt. Wesentlich klarer ist, dass 1901 Rittergut und Spritzengemeinschaft eine Tragkraftspritze anschafften. Ganz klar ist, dass jetzt die Einweihungsfeier für das neue Gerätehaus stattfand.

Für diesen Anlass musste das Löschfahrzeug der Bornitzer Kameraden noch einmal auswärts parken, damit in der Fahrzeughalle gefeiert werden konnte. An diesem „wichtigen, lang ersehnten Tag“, wie ihn Wehrleiter René Tschierske bezeichnete, waren Kameraden der anderen Wehren der Gemeinde Liebschützberg, Vertreter der befreundeten Wehr aus Gablenz bei Stollberg, einige Gemeinderäte sowie Angelika Stoye als Vertreterin des Landrates, Leo von Sahr-Schönberg und Bürgermeister David Schmidt (parteilos) als Bauherr zu Gast. Eingeladen waren außerdem die am Bau beteiligten Firmen.

Viele Danksagungen

Sowohl der Bürgermeister als auch der Wehrleiter nutzten ihre Festreden zu ausführlichen Danksagungen. David Schmidt unterstrich die Bedeutung der Bornitzer Wehr als einzige im Südraum der Gemeinde Liebschützberg verbliebene Einsatztruppe. Die Investition von rund 600 000 Euro diene der Sicherheit der Bürger über Bornitz hinaus und könne helfen, die Arbeit in der Feuerwehr für den Nachwuchs attraktiv zu gestalten.

Größte Investition in diesem Jahrzehnt

David Schmidt ordnete den Bau des Feuerwehrhauses als eines der größten Bauvorhaben in der jüngeren Geschichte der Gemeinde ein. In der Größenordnung und Bedeutung sei es vielleicht mit dem Kinderhaus in Schönnewitz vergleichbar- und diese Investition liege nun schon zehn Jahre zurück. „Viele Planungen, aber keine Lösung“ beschrieb er den Arbeitsstand zum Bornitzer Gerätehaus, den er bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren vorfand. Er habe gehofft, schneller zu einem Ergebnis zu kommen, sei aber froh, dass der Kostenrahmen eingehalten wurde.

Lange gebeten und gebettelt

Wehrleiter René Tschierske blickte in seiner Rede auf die Historie der Wehr und des endlich fertig gestellten Neubaus. „Seit mehreren Generationen bitten und betteln wir um ein Gerätehaus“, blickte er zurück. Er sei froh darüber, diesen Satz jetzt in der Vergangenheitsform verwenden zu können. Die Entscheidung des Gemeinderates für den Bau bewertet er als Lob und Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit und gleichzeitig als Ansporn für die Zukunft. Ausdrücklich bedankte er sich für das Engagement des neuen Bürgermeisters, der keiner Wehr angehört, sich aber schnell in das Metier eingearbeitet habe.

Bevor Pfarrer Dr. Jochen Kinder das Haus segnete, beglückwünschten Gemeindewehrleiter Mirko Rebholz, Frank Reichel als Vertreter des Kreis- und Landesfeuerwehrverbandes sowie Angela Stoye als Ordnungsdezernentin des Landkreises die Bornitzer Kameraden zu ihrem neuen Domizil. Leo von Sahr-Schönberg als Nachfahre der Rittergutsbesitzer, die einst am Entstehen des Löschwesens im Ort beteiligt waren, würdigte das Engagement der Frauen und Männer der Wehr.

Der Bürgermeister und die Bornitzer Wehrleitung nutzten den Anlass für mehrere Beförderungen. Zunächst wurden Sven Schulze und Jonas Wahrig aus der Jugendfeuerwehr in die Reihen der „richtigen“ Wehr übernommen. Seit Freitagabend dürfen sich Michelle Tschierske als Oberfeuerwehrfrau, Ben Heinrich als Löschmeister und Benjamin Ehrlich als Hauptfeuerwehrmann bezeichnen. Während der Wehrleiter bei diesen Beförderungen Urkunden überreichte und gratulierte, war er am Ende überrascht, dass noch eine Gratulation anstand. Diese galt ihm, den der Bürgermeister zum Hauptbrandmeister ernannte.

Ein besonderes Geschenk hatten die Kameraden aus Gablenz bei Stollberg im Gepäck. Sie übergaben René Tschierske einen Schwibbogen. Den Apfelbaum, den die Kameraden der Wehr Gaunitz/ Terpitz mitgebracht hatten, pflanzten die Bornitzer jedoch mit Blick auf das stürmische Wetter nicht sofort.

Von Axel Kaminski

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