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Oschatz Strom vom Dach leer stehender Ställe – Pläne im Gemeinderat Liebschützberg vorgestellt
Region Oschatz Strom vom Dach leer stehender Ställe – Pläne im Gemeinderat Liebschützberg vorgestellt
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09:03 18.04.2019
Pläne für eine Photovoltaikanlage am Rand von Laas wurden jetzt vorgestellt. Dabei sollen auch Dachflächen von ungenutzten Ställen genutzt werden. Quelle: picture alliance / dpa
Bornitz

In der Sitzung des Liebschützberger Gemeinderates im Feuerwehrgerätehaus wurde am Dienstag der Plan vorgestellt, am Rande von Laas eine Photovoltaikanlage zu errichten. Die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft (Arge) PV-Invest erläuterten, dass die Agrargenossenschaft auf sie zugekommen sei und die Flächen angeboten habe. Es handele sich dabei um die Stallanlagen am Rande der Ortslage in Richtung Sahlassan.

Stalldächer sollen vor Montage der Module saniert werden

Die Idee der Arge, in der die Optimum Energie GmbH und die Firma T3 zusammenarbeiten ist es, Freiflächen- und Dachanlage miteinander zu kombinieren. Die Freifläche befinde sich zwischen den Ställen und werde von außerhalb kaum einsehbar sein. Die Dächer der seit Jahren ungenutzten Ställe sind derzeit teils mit Ziegeln, teils aber auch mit asbesthaltigem Material eingedeckt. Sie sollen so weit saniert werden, dass darauf die Module installiert werden können. Auf jeden Fall würden die Asbest- durch Blechdächer ersetzt. Eine weitere Nutzung der Gebäude sei nicht vorgesehen.

Nutzung der Gebäude unklar

Was mit denen geschehen werde, müsse nach der Nutzungsdauer der Anlage entschieden werden. Die Rede war dabei von 25 bis 30 Jahren. Auf die Frage des Bürgermeisters, warum man nicht gleich abreiße und an dieser Stelle insgesamt eine größere Freiflächenanlage errichte, verwiesen die Vertreter der Arge auf kompliziertes europäisches Recht. Demnach müsste das Betreiben einer Anlage in dieser Größenordnung europaweit ausgeschrieben werden. Dann würde in diesem Verfahren entschieden werden, wer die Anlage mit den wenigsten Zuschüssen errichten und betreiben könnte. Tatsächlich wolle man aber das Projekt von der Planung bis zu Wartung und Betrieb selbst in der Hand haben. Wobei die Arge jedoch offenließ, ob sie dafür Investoren ins Boot holen oder eigenes Geld einsetzen werden.

3900 Solarmodule geplant

Vorgesehen ist, eine Fläche von insgesamt 1,4 Hektar zu entwickeln. Auf den Dächern und der Freifläche sollen knapp 3900 Solarmodule eines norwegischen Herstellers aufgebaut werden. Den Strom mit Hilfe der Sonne anstatt mit fossilen Brennstoffen zu bewerkstelligen, spare zirka 700 000 Tonnen Kohlendioxid.

Zum konkreten Ablauf wurde seitens der Arge erklärt, dass man voraussichtlich das Gelände am Laaser Ortsrand erwerben werde. Voraussetzung sei, das ein Netzzugangspunkt genehmigt und ein Bebauungsplan aufgestellt werde. Der Bebauungsplan wiederum ist erforderlich, um dort im Außenbereich bauliche Anlagen zu errichten.

Seitens der Gemeinderäte gab es zunächst keinen weiteren Diskussionsbedarf zu diesem Thema. Bürgermeister David Schmidt (parteilos) betonte, dass man seitens der Kommune dieses Vorhaben unterstütze.

Von Axel Kaminski

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