Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Umbau der Wermsdorfer Trockenscheune ist machbar, die Investition aber teuer
Region Oschatz Umbau der Wermsdorfer Trockenscheune ist machbar, die Investition aber teuer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:06 27.04.2019
Möglich ist es, die Trockenscheune zu einem touristischen Anziehungspunkt zu entwickeln. Allein der Betrieb würde aber geschätzt knapp 80 000 Euro jährlich kosten. Quelle: Axel Kaminski
Wermsdorf

Denkbar wäre es, die alte Trockenscheune auf dem Gelände von Schloss Hubertusburg zu einer touristischen Attraktion zu entwickeln. Die dazu erforderliche Investition und die jährlichen Betriebskosten wären jedoch erheblich.

So könnte das Fazit jener Machbarkeitsstudie lauten, die der Gemeinderat im Februar 2018 in Auftrag gegeben hatte. Den Zuschlag erhielt damals eine Bietergemeinschaft aus Lars Hoschkara, Geomontan, Planet Kemmlitz sowie M&M. Lars Hoschkara präsentierte den Räten am Donnerstag die Ergebnisse – angesichts der langen Tagesordnung in gebotener Kürze.

„Unser Anliegen ist es, eine Idee zur Entwicklung von Schloss Hubertusburg im ganzen beizusteuern“, betonte Bürgermeister Matthias Müller (CDU) vor der Präsentation.

Diskrepanz zwischen Gebäudesubstanz und Nutzungsidee

Lars Hoschkara betonte, dass es sich bei dem Gebäude mit einer Grundfläche von 10 mal 43 Metern um ein durchlüftetes Bauwerk handele. Damit bestehe ein Diskrepanz zwischen der interessanten und erhaltenswerten Gebäudesubstanz und der Nutzungsidee. Untersucht werden sollte schließlich, ob hier ein besserer als der vorhandene Rahmen für die Karl-Hans-Janke-Ausstellung geschaffen werden könne und gleichzeitig eine Präsentation der hier gefertigten Fayencen als Teil der Schlossgeschichte möglich wäre.

Verglasung innen denkbar

„Eine solche Nutzung erfordert, ein Gebäude im Gebäude zu schaffen, zum Beispiel durch eine Verglasung innen“, erläuterte Lars Hoschkara den Aufwand, der zu betreiben wäre. Das sei keine neue Idee. Bauingenieur Manfred John habe bereits für Jahren einen solchen Ansatz vorgeschlagen. Neu wäre das Glas als Material, um auch von innen auf die alten Wände schauen zu können.

Raum für Jankes Nachlass und Fayencen-Ausstellung

Dieses Haus im Haus sei zum Beispiel nötig, weil die Räume beheizbar sein müssten, durch die jetzige Struktur des Gebäudes die Wärme aber entweichen würde. Für die Fayencen-Ausstellung sieht die Bietergemeinschaft ein deutlich geringeres Potenzial an Ausstellungsstücken als bei Jankes umfangreichem Nachlass. „Allerdings ist die Fayencenfertigung ein etwa 50-jähriges Stück Geschichte mit allen Zutaten eines Wirtschaftskrimis“. betonte Lars Hoschkara. Diese Geschichte ließe sich in einer Ausstellung spannend erzählen. Der Vorschlag der Bietergemeinschaft sieht rund 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche zum Thema Janke und 80 für die Fayencen vor.

Die Differenz zur Gesamtgrundfläche würde mit der Kasse sowie dem Museumsshop mit Verweilbereich geschlossen. Die Kosten einer Sanierung des Gebäudes und der Gestaltung der Ausstellung schätzt die Bietergemeinschaft auf knapp 3,6 Millionen Euro. Bei den jährlichen Betriebskosten müsse man mit rund 80 000 Euro rechnen.

Von Axel Kaminski

Kunst für Kinder – mit der Aktion rief die OAZ im Rahmen von „Ein Licht im Advent“ ihre Leser zum Spenden auf. Nun konnte das Projekt umgesetzt werden. Regine Schäfer, Ludmila Hempel und Jana Heistermann fertigten mit rund 20 Kindern in der Schule des Herzens in Börln bunte Beutel, selbst gemachte Bücher sowie Vasen und Schalen.

26.04.2019

Nach einem Einbruch in eine Werkstatt in Wermsdorf fehlen dort der Tresor und die Täter. Die Polizei sucht Zeugen.

26.04.2019

Wer ans Sonnenbaden oder Bier und Schnitzel auf dem Freisitz denkt, ist vom aktuellen Wetter begeistert. Die Sonnenbrillen haben in diesem Jahr ihre ersten Einsätze hinter sich. Kleingärtner, Landwirte und Waldbesitzer wünschen sich inzwischen schon wieder etwas anderes als nur Sonne.

26.04.2019