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Oschatz Verbindung des Mügelner Stadtzentrums mit der Ortsumgehung wird grundhaft ausgebaut
Region Oschatz Verbindung des Mügelner Stadtzentrums mit der Ortsumgehung wird grundhaft ausgebaut
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16:09 03.09.2019
Erklärter Wille des Mügelner Bürgermeisters ist es, dass die Radsportler bei ihrem nächsten Rennen in der Stadt auf einer neu ausgebauten Döbelner Straße fahren. Quelle: Foto: ak
Mügeln

Der Zuschlag ist erteilt: Die Firma Erdmann Bau GmbH erhielt in der Ratssitzung Ende August den Auftrag zum Ausbau der Döbelner Straße. Der Stadtverwaltung lagen zur Submission sechs Angebote vor. Mit rund 695 000 Euro waren die Mügelner die günstigsten Bieter

In dieser Summe sind zwei Baumaßnahmen enthalten: der Neubau der Trinkwasserleitung im Auftrag der Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschafts GmbH (DOWW) und der Ausbau der Straße. Ausgeschrieben wurde gemeinsam, der Anteil der Stadt beläuft sich auf knapp 600 000 Euro.

Die Stadt erhält dazu Mittel aus dem Förderprogramm Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger. Dort beträgt der Fördersatz in der Regel 80 Prozent. Die verbliebene „Lücke“, die mit Eigenmittel gefüllt werden muss, kann Mügeln mit Hilfe der sogenannten Einstandsgelder schließen.

Stadt erbringt Eigenanteil mit Einstandsgeldern

Diese stehen der Stadt nach dem Bau der Ortsumgehung aufgrund der Abstufung der Döbelner Straße von einer Staatsstraße zur Ortsstraße zu. Alternativ hätte das Landesamt für Straßenbau auch eine Erneuerung der Straßendecke in Auftrag geben können. „Allerdings wäre da an den Gehwegen nichts passiert“, erläuterte Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wähler) den Stadträten den Vorteil dieser Verfahrensweise.

Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Vorgesehen sind zwei Bauabschnitte mit 200 beziehungsweise 220 Metern Länge. Ob im oberen oder unteren Teil begonnen werde, hänge unter anderem von der DOWW ab.

Hoffnung auf Bewegung an altem Varia-Gebäude

„Als Stadt würden wir einem Baubeginn im oberen Abschnitt den Vorzug geben“, sagte Johannes Ecke. Man hoffe, dass man mit Hilfe des Landratsamtes noch Kontakt zum Eigentümer des alten Varia-Gebäudes bekomme und dieser seinen Pflichten zur Sicherung des Bauwerkes nachkomme. Anderenfalls könnte es mit Hilfe der Behörde vielleicht auch möglich sein, eine Ersatzvornahme zu erwirken. Im Klartext: Dann dürfte die Immobilie ohne Zustimmung des Eigentümers abgerissen werden.

Ziel sei es, zu vermeiden, dass eine neu gebaute Straße zur Hälfte abgesperrt werden muss. Das ist derzeit der Fall, um Fußgänger und Fahrzeugführer vor möglicherweise herabstürzenden Teilen der Fassade zu schützen, was bereits gegenwärtig keine populäre Maßnahme ist.

Geplant ist, dass die Döbelner Straße eine neue 26 Zentimeter dicke Tragschicht sowie eine Deckschicht erhält. Am östlichen Fahrbahnrand sollen Parkflächen parallel zur Straße entstehen. Die Gehwege sollen als Granitkleinpflaster ausgeführt werden.

Baugrund bleibt trotz Voruntersuchung ein Risikofaktor

Vor der Abstimmung erkundigte sich Rüdiger Demme (Freie Wähler) danach, ob man wegen des Baugrundes mit Überraschungen rechnen müsse oder ob es dazu Untersuchungen gegeben habe. Bauamtsleiterin Karin Uhde betonte, dass Untersuchungen stattgefunden hätten, diese aber nicht jeden Meter der Straße berücksichtigen könnten. „Mitunter ist die Wirklichkeit unbarmherzig“, sagte sie. Die Firmen hätten ihre Angebote auch nicht aufgrund ihrer Ortskenntnis unterbreitet, sondern auf Basis der Ausschreibung, in die das beauftragte Ingenieurbüro die Erkenntnisse der Baugrunduntersuchung eingearbeitet habe.

Von Axel Kaminski

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