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Oschatz Volksbank Riesa hält Dividende stabil
Region Oschatz Volksbank Riesa hält Dividende stabil
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00:18 25.06.2017
Der Vorstand der Volksbank Riesa eG überreicht dem Thomas-Mann-Gymnasium bei der Vertreterversammlung eine Spende in Höhe von 750 Euro. Quelle: Axel Kaminski
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Oschatz

Mit zwei Prozent pro Geschäftsanteil bleibt die Dividende für die Einlagen der rund 10 600 Anteilseigner der Volksbank Riesa stabil. Das ist ein Ergebnis der Vertreterversammlung, die Anfang der Woche im Thomas-Müntzer-Haus stattfand. Die Auszahlung erfolgt in dieser Woche. Das Kreditinstitut hat unter anderem Filialen in Oschatz, Dahlen und Mügeln.

Für die Dividende wendet die Volksbank 164 402 Euro aus dem Jahresüberschuss 2016 auf. Dieser lag knapp über 208 000 Euro. Der Rest fließt laut Beschluss in Rücklagen, davon 22 000 Euro in gesetzlich vorgeschriebene.

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Vor diesem Beschlussvorschlag hatte Kai-Uwe Schulz, einer der beiden Vorstände, über das Geschäftsjahr 2016 und die Lage der Genossenschaftsbank berichtet. Die Volksbank Riesa habe demnach ihre Bilanzsumme „deutlich gesteigert“. Sie habe zum Jahresende 2016 bei 352 Millionen Euro gelegen. Das entspreche einem Plus von fünf Prozent. „Die Kundengelder nehmen trotz der Null-Zins-Politik zu“, stellte der Vorstandsvorsitzende fest. Insbesondere steige das Volumen der täglich fälligen Einlagen. Der Vorstandsvorsitzende bezeichnete das Geschäftsumfeld als vom „N-D-R-Syndrom“ beherrscht. Diese Kürzel stehen bei Schulz für Niedrigzins, Digitalisierung und Regulatorik .

Bei den niedrigen Zinsen sei keine Änderung in Aussicht. Das beeinflusse den Ertrag stark. Deshalb dankte Schulz den Vertretern ausdrücklich für die im Vorjahr genehmigte Satzungsänderung, die der Volksbank Riesa den Erwerb von Immobilien ermöglichte. In deren Bücher würden jetzt Mehrfamilienhäuser in Markkleeberg, Leipzig-Gohlis, Radebeul sowie das Jobcenter Hettstedt stehen.

Digitalisierung als Chance

Die Digitalisierung bezeichnete Kai-Uwe Schulz als Chance für das Haus. Sein Vorstandskollege Markus Ziron betonte, dass man bisher mit der Doppelstrategie, online und in der Fläche präsent zu sein, erfolgreich gewesen sei. Dennoch habe man im Dezember 2016 den Zuschnitt des Geschäftsstellennetzes ändern müssen. Ziron betonte, dass bei der Schließung der Filialen in Nünchritz, Strehla und Wermsdorf keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen worden seien.

Als Regulatorik bezeichnet man in Bankenkreisen die Eingriffe durch die Gesetzgebung in punkto Bankenaufsicht und Verbraucherschutz. Markus Ziron kritisierte, dass dabei nicht zwischen lokal verwurzelten und global agierenden Geldhäusern unterschieden werde.

Peter Wentzlaff wieder im Aufsichtsrat

Die Vertreter wählten in dieser Versammlung zwei Aufsichtsratsmitglieder neu. Die turnusmäßig ausscheidenden Kathrin Reichert und Peter Wentzlaff stellten sich der Wiederwahl und erhielten alle 70 Stimmen der Anwesenden. Im Anschluss ehrte der Vorstand langjährige Mitglieder, darunter Alfred Kasterke aus Naundorf, für 50 Jahre Treue zur Bank und Herbert Bauer aus Liebschütz für 30 Jahre. Der Vorstand übergab Schecks an Projekte. Zu den Geförderten gehört das Thomas-Mann-Gymnasium. Schulleiterin Marion Müller nahm Hausaufgabenhefte für das neue Schuljahr sowie 750 Euro für die jährliche Auszeichnungsveranstaltung entgegen. Fünf Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums hatten an Klavier, mit Saxofon und Gesang die Versammlung eröffnet.

Von Axel Kaminski