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Oschatz Waldgebiet des Jahres geht von Wermsdorf nach Schwerte
Region Oschatz Waldgebiet des Jahres geht von Wermsdorf nach Schwerte
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06:00 13.06.2019
Andreas Padberg (vorn, 2.v.l.) und Matthias Müller (r.) bei der Übergabe des Titels in Schwerte in Anwesenheit des Bundesvorsitzenden des Bundes Deutscher Forstleute Ulrich Dohle (M.) und Hubert Kaiser (l.), Leiter der Landesforstverwaltung. Quelle: Foto: Ines v. Keller
Wermsdorf/Schwerte

Ein Jahr lang war der Wermsdorfer Wald das Waldgebiet des Jahres. Jetzt haben diesen Titel die urbanen Wälder Rhein/Ruhr übernommen. Zur Staffelübergabe waren Forstdirektor Andreas Padberg und Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU) eigens nach Schwerte gereist.

Unterschiede zwischen den Regionen

Dort erwartete die Gäste aus Sachsen ein Waldgebiet, das so ganz anders ist als die Region um Wermsdorf. „Wir haben hier im Wesentlichen ein kompaktes Landeswaldgebiet mit etwas Privatwald und dem Stadtwald Oschatz. Dort dagegen sind viele Waldstücke in Bergbaufolge entstanden“, machte Andreas Padberg deutlich. Dazu gehöre, dass auch die Bundeswehr einen Truppenübungsplatz in dem Gebiet habe und der Privatwald traditionell eine große Rolle spiele. Padberg verwies auf die dichte Besiedlung im Rhein-Ruhr-Gebiet: „Je mehr Bevölkerung und je weniger Wald, umso größer ist dessen Bedeutung für die Menschen.“

Wermsdorfer „Erfindung“

Die Festveranstaltung zur Verleihung des Titels „Waldgebiet des Jahres“ in Schwerte sei an die Vorjahresfeier in Wermsdorf angelehnt gewesen: Anstelle aneinandergereihter Grußworte habe es moderierte Gesprächsrunden gegeben. „Das haben wir in Wermsdorf erfunden“, so Padberg schmunzelnd. Zuvor habe noch eine interne Tagung des Bundes Deutscher Forstleute stattgefunden, bei der es um Hilfe und Fördermöglichkeiten angesichts der Borkenkäferplage ging. Maßnahmen, die dabei diskutiert wurden, seien hierzulande schon auf den Weg gebracht. „Da hat man sich als Sachse ganz gut gefühlt“, so Padberg.

Werbung für Ausstellung

Gemeinsam mit Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller gab er in Schwerte Titel und Staffelstab symbolisch weiter. Müller überreichte außerdem noch ein Bild von Schloss Hubertusburg und nutzte die Gelegenheit, für einen Besuch in der Region und der aktuellen Sonderausstellung zu werben. Dafür waren beide an einem Tag einmal quer durch die Republik nach Nordrhein-Westfalen und wieder zurück gefahren. „Das gehört sich so“, waren sich die Vertreter der Vorjahres-Titelregion einig. „Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die überall im Land den Wald hegen und pflegen. Dieser Einsatz muss honoriert werden“, so Matthias Müller. Außerdem wollte er die Chance ergreifen und die Neugier auf die Collm-Region wecken. „Ich hatte extra Faltblätter und Informationsmaterial mit, was gern angenommen wurde“, sagte er.

Von Jana Brechlin

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