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Oschatz Wermsdorf hofft auf Zertifizierung als europäischen Kulturweg
Region Oschatz Wermsdorf hofft auf Zertifizierung als europäischen Kulturweg
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14:15 18.12.2018
Wermsdorf Schloss Hubertusburg. Quelle: Jana Brechlin
Wermsdorf

Daumendrücken für den Freundeskreis: Die Vereinsmitglieder warten derzeit auf Nachricht aus Luxemburg, wo über die Zertifizierung der Friedensroute mit Schloss Hubertusburg als europäischen Kulturweg entschieden werden soll. Diese sogenannte Places-of-Peace-Route verbindet Friedensorte auf dem gesamten Kontinent und soll vom Europarat anerkannt werden. „In diesem Bereich könnte dann der Friedensort Hubertusburg eine bedeutende Rolle spielen, da hier 1763 der Siebenjährige Krieg beendet wurde“, erinnert Ulf Müller vom Freundeskreis. Das Europäische Netzwerk Places of Peace ist ein Zusammenschluss von Orten, in denen Friedensverträge oder Kapitulationen unterzeichnet wurden.

Unterstützung vom Wermsdorfer Gemeinderat

Unterstützung für die ehrgeizigen Pläne kommt auch aus dem Wermsdorfer Gemeinderat. Ursula Fritzsche (SPD) hat dort die Mitglieder auf die Zertifizierungspläne des Freundeskreises aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, dass im Laufe des Verfahrens womöglich auch Vertreter der Kommission zur Stippvisite nach Wermsdorf kommen werden. Es sei allein aufgrund der Größe und Bedeutung der Hubertusburg wahrscheinlich, dass der Ort ein Punkt auf dem künftigen europäischen Kulturweg werde, sagte sie. „Wir können wir den Freundeskreis dabei unterstützen?“, fragte sie und schlug vor, dass auch Vertreter von Rat und Kommune bei einem möglichen Termin dabei sind, um deutlich zu machen, wie wichtig den Wermsdorfern die Zertifizierung ist.

Aufnahme wäre eine Ehre

Auch Dr. Ulrich Hofmann (CDU) forderte, „das mit aller Kraft zu unterstützen.“ Dabei sei auch die Gemeinde gefragt. „Die Aufnahme in die Reihe der europäischen Kulturwege wäre eine Ehre für uns, wir sollten das ernst nehmen“, fügte er hinzu. Hofmann erinnerte daran, dass er die Bemühungen des Freundeskreises diesbezüglich bereits vor einem Jahr angesprochen habe, woraufhin jedoch die Gemeinde „äußerste Zurückhaltung“ geübt habe.

Bürgermeister Matthias Müller (CDU) entgegnete, dass es verschiedentlich Unterstützung für die Arbeit der Vereinsmitglieder vom Freundeskreis Schloss Hubertusburg gibt. Auch die Oberschule des Ortes stehe dafür zur Verfügung und habe sich schon in der Vergangenheit wiederholt eingebracht – etwa mit der Beteiligung beim Wettbewerb um den Jugendfriedenspreis, den der Verein ausschreibt. Bezüglich eines Vor-Ort-Termins im Rahmen der Zertifizierung signalisierte Müller Unterstützung: „So bald der Termin feststeht, trommeln wir Leute zusammen.“

Information im Netz

Über die Arbeit des Netzwerkes und den Fortgang der aktuellen Bemühungen informiert auch die Internetseite der Partnerorganisation des Freundeskreises, die seit kurzem auch in deutscher Sprache zur Verfügung steht. Damit sei man wieder einen Schritt bei dem Friedensroute-Projekt vorangekommen, so Ulf Müller. Als Kulturroute sollen die verschiedenen Orte – neben Wermsdorf etwa auch Bautzen oder Altranstädt in Deutschland, Evoramonte in Portugal, die Burg Trencin in der Slowakei oder Bukarest – als Reiseziele einladen, sich mit verschiedenen Projekten zur Friedensarbeit auszeichnen und Besucher darüber informieren.

In Wermsdorf engagiert sich der Freundeskreis dazu mit den aller zwei Jahre stattfindenden Friedensgesprächen, einer Tagung, bei der Vorträge, Workshops oder Konzerte stattfinden – zuletzt im September dieses Jahres.

www.placesofpeace.eu

Von Jana Brechlin

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