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Oschatz Sicherheitskonzept zum Wermsdorfer Horstseefischen hat sich bewährt
Region Oschatz Sicherheitskonzept zum Wermsdorfer Horstseefischen hat sich bewährt
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09:32 25.10.2018
Kosten, bummeln und kaufen: Das Horstseefischen 2018 war ein friedliches Fest. Das Sicherheitskonzept aus dem Vorjahr wurde erneut angewandt. Quelle: Foto: Axel Kaminski
Wermsdorf

Kaum eine Großveranstaltung kommt mehr ohne Betonbarrieren und andere gewichtige Sperren aus. Seit bei Anschlägen an verschiedenen Orten Europas Fahrzeuge in Menschenmassen gerast sind, hat sich das Sicherheitsbedürfnis geändert. Beim jüngsten Horstseeabfischen in Wermsdorf hat Andreas Hanns solch deutlichen Schutz vermisst. Der Wermsdorfer verweist darauf, dass gerade angekündigt wurde, den Dresdener Weihnachtsmarkt in diesem Jahr mit „freundlich aussehenden Betonpollern“ zu sichern – in Wermsdorf habe er nichts dergleichen finden können.

Konzept hat sich bewährt

„Da stellt sich doch die Frage, wo dieser Schutz am Horstsee geblieben ist?“ bemerkt Hanns und fügt hinzu: „Gehört diese Gefahr bereits zum nicht mehr erwähnenswerten Alltag oder hat man den Gewinn, auf Kosten der zu schützenden Besucher, vorgezogen?“ Immerhin seien Feste in dieser Größenordnung vor kurzem noch ganz anders abgesichert worden.

Bürgermeister Matthias Müller (CDU) versichert indes, die Sicherheit der Besucher habe schon bei der Vorbereitung des Horstseefischens Priorität. „Wir haben dazu auf das Sicherheitskonzept aus dem Vorjahr zurückgegriffen, weil sich unsere Planungen dort bewährt hatten“, sagte er. Erstmals habe man 2017 darauf geachtet, die Zugänge zum Festgelände ständig zu versperren. Allerdings kämen dafür in Wermsdorf keine Betonelemente in Frage, stattdessen setze man auf eine Kombination aus Bauzäunen und Transportfahrzeugen, die quer zur Fahrbahn geparkt werden. „Das funktioniert gut, weil bei Bedarf die Zufahrt schnell frei gemacht werden kann, etwa weil der Rettungsdienst auf dem Weg ist oder Frischware für die Versorgungsstände angeliefert werden muss“, beschreibt er.

Auswertung soll folgen

Jedes Jahr arbeiten die Veranstalter von Gemeinde und Teichwirtschaft gemeinsam mit Polizei und Rettungsdiensten am Konzept für das Volksfest. „Es gibt mittlerweile einen großen Erfahrungsschatz und wir haben die Fachleute von der Polizei und anderen Helfern von Anfang an mit am Tisch. Diese Partner sind bei allen Abstimmungen beteiligt und sorgen auch am Festwochenende mit ihrer Präsenz vor Ort dafür, dass die Besucher in Wermsdorf friedlich und sicher feiern können“, betonte er.

Im Nachgang werde es eine Auswertung der Veranstaltung geben und dabei werde man auch das Sicherheitskonzept überprüfen. „Falls sich herausstellt, dass es da irgendwo Defizite gab, werden wir handeln“, kündigte Matthias Müller an. Für Hinweise sei er deshalb dankbar und offen.

Von Jana Brechlin

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