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Oschatz Wermsdorfer CDU geht mit 13 Kandidaten in Wahlkampf
Region Oschatz Wermsdorfer CDU geht mit 13 Kandidaten in Wahlkampf
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18:00 27.02.2019
Ortsverbandsvorsitzender Matthias Müller (r.) begrüßte Mitglieder und Bewerber zur Nominierungsveranstaltung. Quelle: Jana Brechlin
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Wermsdorf

„Wir werden etwas jünger und weiblicher“, hatte Matthias Müller angekündigt. Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Wermsdorf leitete damit die Nominierungsveranstaltung der Partei für die Kommunalwahl im Mai ein. Die Mitglieder der Union stimmten am Dienstagabend im Gasthof Zur guten Quelle über die Bewerber ab. Breite Zustimmung gab es dabei für alle Frauen und Männer: Insgesamt 13 Bewerber stehen jetzt auf der CDU-Liste zur Wahl für den Gemeinderat.

Hofmann und Müller hören auf

Darunter sind bekannte Gesichter gestandener Gemeinderäte, anderseits werden zwei Routiniers nicht mehr antreten – Dr. Ulrich Hofmann und Kurt Müller, die bisher über die Wermsdorfer Geschicke mitbestimmen. „Beide haben sich über viele Jahre sehr engagiert, dafür gilt ihnen mein großer Dank“, sagte Ortsverbandsvorsitzender Matthias Müller zum Abschied der erfahrenen Lokalpolitiker.

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Kerstin Krause führt die Liste der CDU an. Quelle: Jana Brechlin

Angeführt wird die Liste nun von Kerstin Krause aus Collm, ihr folgen Frank Reichel (Lampersdorf), Georg Stähler, Thomas Pfüller, Jörg Büchner, René Naujoks (alle Wermsdorf) und Lars Hoschkara (Mahlis) – alle sind bereits bisher im Gemeinderat. Auf den Listenplätzen acht bis 13 stehen jetzt Torsten Makurt aus Lampersdorf, Regina Rudolph aus Wermsdorf, René Wegner aus Calbitz, Julia Frenzel aus Malkwitz – mit 21 Jahren die Jüngste auf der Liste – sowie Frank Etzrodt aus Wermsdorf und Benjamin Sperling aus Gröppendorf. Dabei bestimme nicht der Listenplatz über den Einzug in den Gemeinderat, sondern die Wählergunst, machte Versammlungsleiter Horst Naumann deutlich: „Wer die meisten Stimmen bekommt, ist dabei.“

Langfristiges Engagement

Ortsverbandschef Matthias Müller räumte ein, dass es nicht gelungen sei, aus jedem Ortsteil Bewerber zu gewinnen, aber immerhin seien Kandidaten aus etlichen Dörfern vertreten, die diesen dann auch im Gemeinderat eine Stimme geben könnten. Außerdem seien dies engagierte Frauen und Männer, die sich bereits jetzt aktiv für das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde einsetzen. „Gegen etwas zu sein, ist leicht. Aber sich langfristig für etwas zu engagieren, ist eine Herausforderung“, so Müller. Das sei gerade in Zeiten, in denen vieles schlecht geredet werde, wichtig. Ohne Scheu vor etwas Pathos fügte er hinzu: „Dann strahlen wir auch positiv in das Land hinaus.“

Julia Frenzel aus Malkwitz ist mit 21 Jahren die jüngste Kandidatin der CDU für den Wermsdorfer Gemeinderat. Quelle: Jana Brechlin

Zu ihrer Motivation, zu kandidieren, erklärten die Bewerber übereinstimmend, etwas für die Gemeinde bewegen zu wollen. „Ich sehe mich oft als Mittler zwischen Vereinen und Kommune“, nannte zum Beispiel Thomas Pfüller einen Grund. Frank Etzrodt hat schon oft als Gast die Sitzungen des Gemeinderates besucht: „Ich finde die Arbeit interessant und möchte mich gerne einbringen“ und die Malkwitzerin Julia Frenzel, die auch in der Feuerwehr und im Schützenverein aktiv ist, kündigte an, mit ihrem ehrenamtlichen Engagement der Gemeinde etwas zurückgeben zu wollen. Trotz mitunter verschiedener Ansichten sei man im Rat eine „gute Gruppe“ und darin einig, die Gemeinde nach vorn zu bringen, sagte Frank Reichel.

Von Jana Brechlin