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Oschatz Wermsdorfer Freundeskreis hat besten Blick
Region Oschatz Wermsdorfer Freundeskreis hat besten Blick
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19:00 11.02.2019
Vereinsvorsitzender Wolfgang Köhler (stehend) bei der Beratung mit EU-Gutachterin Maria Gravari-Barbas in den neuen Räumen des Freundeskreises. Quelle: Foto: Jana Brechlin
Wermsdorf

Wer den Freundeskreis Schloss Hubertusburg und seine Gästeführer sucht, steht an alter Stelle vor verschlossener Tür: In Vorbereitung der Sonderschau, die die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) Ende April in Wermsdorf eröffnen wollen, mussten die Mitglieder des Freundeskreises ihre Räume im Hauptschloss räumen. Im Erdgeschoss hatte sich der Verein einen kleinen Versammlungsraum eingerichtet, der zeitweilig auch genutzt wurde, wenn Kindergruppen das Schloss besuchten und dazu noch Bilder malten oder Aufgaben lösten. Ganz ähnlich soll der Platz auch während der Ausstellung genutzt werden, denn die SKD hat angekündigt, die Räume für museumspädagogische Arbeit herzurichten. Bereits zur Sonderschau 2013 im Schloss Hubertusburg gab es eigens auf Kinder und Jugendliche abgestimmte Angebote – das soll auch in diesem Jahr von April bis Oktober wieder Teil des Ausstellungsprogrammes sein.

Interimslösung im Haus 12

Für den Freundeskreis Schloss Hubertusburg bedeutete das einen Umzug. Das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB), das die Immobilie im Auftrag des Freistaates verwaltet, bot dem Verein dafür Räume im Haus 12, schräg gegenüber im Rundflügel an der Pferdeschwemme, an. „Wir haben kurzfristig die Räume malermäßig hergerichtet und Fußboden verlegt“, erklärte Petra Förster, Leiterin der SIB-Niederlassung in Leipzig. Das habe man schnell und unbürokratisch erledigen können, damit der Verein weiter eine Basis für seine Arbeit in Wermsdorf habe.

200 Umzugskisten geschleppt

Dessen Mitglieder verfrachteten ihren kompletten Bestand einmal quer über den Schlosshof. „Wir hatten zum Schluss allein über 200 Umzugskisten und sind unzählige Male hin- und hergelaufen“, beschrieb Martina-Elvira Lotzmann. Damit am vergangenen Freitag beim Besuch der EU-Gutachterin wegen der Zertifizierung der Friedensroute als Europäischer Kulturweg eine Beratung bereits in den neuen Räumen stattfinden konnte, habe man bis zuletzt geräumt und Zimmer eingerichtet. Das Ergebnis könne sich sehen lassen, freute sich der Vorsitzende des Freundeskreises Wolfgang Köhler. „Die Räume sind wunderbar hell und großzügig geschnitten“, sagte er. „Außerdem haben wir von hier aus einen tollen Blick auf Schloss Hubertusburg – das motiviert zusätzlich.“

Weiter Führungen möglich

Während der Vorbereitung für die Ausstellung bieten die Gästeführer weiter Führungen an, die allerdings auf die Arbeiten im Schloss Rücksicht nehmen. Dazu eingeladen wird jeweils sonnabends, sonntags und feiertags um 11.30, 14 und 15 Uhr, Anmeldung – auch zu anderen Terminen – sind möglich unter Telefon 0157 7716 7914.

Von Jana Brechlin

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