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Oschatz Windstärke 11 – in der Collm-Region werden die Landfunkstellen aktiviert
Region Oschatz Windstärke 11 – in der Collm-Region werden die Landfunkstellen aktiviert
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15:06 11.03.2019
In Naundorf wurde beispielsweise das Dach dieses Wirtschaftsgebäude durch den Sturm am Sonntag abgedeckt. Quelle: Foto: Axel Kaminski
Oschatz

Seit dem 4. März befindet sich die Collm-Region in einem Dauer-Wind-Kanal. So eine lange Phase, in der es immer wieder zu Starkwindereignissen kommt, bezeichnen die meisten Meteorologen auf ihren Internetseiten als ungewöhnlich. Davon können die Feuerwehrwehren in der Collm-Region ein Lied singen. Abgesehen von einigen Unterbrechungen müssen die Kameraden immer wieder ausrücken, um Windschäden zu beseitigen.

45 Kameraden aus Oschatz im Einsatz

Seinen vorläufigen Höhepunkt hatte das Feuerwehreinsatzgeschehen am vergangenen Sonntag, als gegen 14.45 Uhr von Landratsamt und Rettungsleitstelle wieder die Einrichtung der Landfunkstellen in den Regionen aktiviert wurde. „Ab diesem Zeitpunkt bis weit nach Mitternacht war die Landfunkstelle in unserer Feuerwache besetzt. Außerdem befanden sich Kameraden in der Wache, um bei Bedarf sofort den Einsatz zu starten“, erläutert der Oschatzer Wehrleiter Lars Natzke. So waren während des Sturms am Sonntagabend und in der Sonntagnacht 45 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Oschatz in Einsatz. „So weit ich weiß, waren alle Feuerwehren in der Collm-Region in Einsatzbereitschaft“, so Natzke.

Kommune, Polizei und Feuerwehr koordinieren Einsatz

Die Koordinierung der Einsätze erfolgte in enger Absprache zwischen den Einsatzkräften, der Kommunen und der Polizei. Im Vergleich zu den Sturmereignissen von „Friederike“ im Januar des vergangenen Jahres, hielt sich das Einsatzaufkommen in Grenzen. Der Deutsche Wetterdienst hatte in Oschatz eine Spitzenwindsgeschwindigkeit von 109 Kilometer pro Stunde gemessen. Die Oschatzer Feuerwehrleute arbeiten am Sonntag insgesamt zwölf Einsätze ab. Dazu gehörte unter anderem das Beseitigen von umgestürzten Bäume oder die Sicherung bei abgedeckten Gebäuden. Dabei steht immer die Gefahrenabwehr im Blickpunkt der Kameraden und werden die Einsätze nach Dringlichkeit und Brisanz abgearbeitet. Zu Gebäudeschäden kam es in Oschatz unter anderem in der Wilhelm-Pieck-Straße oder in der Goethestraße.

System der Landfunkstellen hat sich bewährt

„Bei uns hat sich die Einrichtung der Landfunkstelle bewährt. Das ist eine wichtige Erfahrung, die wir aus den Sturmereignissen von Friederike mitgenommen haben“, sagt Lars Natzke, der froh ist, dass die Einsätze am vergangenen Sonntag ohne Verletzungen abgearbeitet werden konnten.

Von Hagen Rösner

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