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Oschatz Zwei Siegerinnen in Folge beim Außiger Baumsägen
Region Oschatz Zwei Siegerinnen in Folge beim Außiger Baumsägen
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12:00 07.01.2019
Christa Schmidt – hier gemeinsam mit ihrem Bruder Klaus Dieter Poitz an der Schrotsäge ist Siegerin des Außiger Baumsägens 2019. Eine Fotogalerie und ein Video sehen Sie unter: www.lvz.de/Region/Oschatz Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Außig

 Bei der 14. Auflage des Außiger Baumsägens gab es zum zweiten Mal eine Siegerin. Nach Silke Conrad im vergangenen Jahr trug diesmal Christa Schmidt den Sieg davon. Mit ihren 71 Lenzen war sie in diesem Jahr übrigens auch die älteste Teilnehmerin. Lohn ihrer Mühe war eine „Verlängerungswurst“: eine wie ein Elektrokabel auf eine Trommel aufgerollte 3,50 Meter lange Snack-Wurst. Da der Preis zwar lang, aber nicht dick war, benötigte die Siegerin keine Schubkarre oder fremde Hilfe, um ihre Trophäe nach Hause zu bringen.

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Apropos nach Hause. Dorthin hatten es, als der Wettbewerb nach etwa zweieinhalb Stunden beendet und ausgewertet war, die meisten Teilnehmer nicht weit. Traditionell ist das Baumsägen eine Art Neujahrstreffen unter Nachbarn mit einzelnen Teilnehmern aus den Nachbarorten. Wenn ganz exotische Ortsnamen in der Starterliste auftauchen, dann handelt es sich zumeist um Besuch, der den Jahreswechsel in Außig gefeiert hat.

Aus dem Nachbarort Schirmenitz war David Kröhl, der dort eine Firma für Baudienstleistungen betreibt, nach Außig gekommen, um am Wettbewerb teilzunehmen. Sein Spickzettel, mit einer Formel für das Gewicht in Abhängigkeit von Länge und Durchmesser versetzte niemanden in Panik. Entweder war der vom Familie Becker gespendete Stamm nicht rund genug oder in der Annahme zur Dichte des Fichtenholzes war dessen Wassergehalt nicht ausreichend berücksichtigt.

„Wir waren erstaunt darüber, dass wir den Stamm zu zweit wegtragen konnten“, sagte Harald Becker. Die Trockenheit des vergangenen Sommers hatte an der Fichte deutliche Spuren hinterlassen. Nicht zuletzt deshalb habe man sie rund eine Woche vor dem Baumsägen gefällt. Wann genau er sie gepflanzt hatte, wusste er auch nicht mehr. Aber sie wies 18 oder 19 Jahresringe auf.

Kein Erfolg mit Zollstock und Spickzettel

Jedenfalls verfehlte Handwerker David Kröhl mit 3176 Gramm die Vorgabe von 2019 Gramm mehr als nur knapp. Zum Vergleich: Rein mit Gefühl kam Siegerin Christa Schmidt dieser Marke mit 2106 Gramm recht nahe. Der Schirmenitzer hingegen war von den 2019 Gramm nicht so weit entfernt, dass er den Trostpreis bekommen hätte. Die dafür vorgesehene Schachtel Katzenzungen ging an Sabine Böhme, deren Holzscheibe stattliche 5430 Gramm wog.

Da konnten auch jene beiden Damen nicht mithalten, die sich zuerst daran wagten, eine Scheibe von der dünnen Seite des Stammes abzusägen. Ihr 548-Gramm-Stück war letztlich allerdings das leichteste, das auf die Waage kam.

Ersatzbaum wurde nicht benötigt

In diesem Jahr beteiligten sich 30 Männer, Frauen und Kinder am Außiger Weihnachtsbaumsägen. In die Wertung kommt bei diesem Wettbewerb, wer den Euro Startgebühr zahlt – unabhängig davon, wer ihm an der Schrotsäge zur Seite steht. Die 30 Scheiben gab die von Beckers gespendete Fichte locker her. Für den Notfall lag noch ein „Ersatzbaum“ bereit.

Die Säge hatte – wie schon im vergangenen Jahr – Mirko Schwager zur Verfügung gestellt. „Sonst ist sie gar nicht mehr in Gebrauch, da benutzen wir ja die Kettensäge“, erklärt der Außiger. Aber zum Wegwerfen sei sie viel zu schade.

Mehr als zwei Stunden war die Schrotsäge am Dorfgemeinschaftshaus in Betrieb, bis alle, die sich am Baumsägen beteiligen wollten, ihre Baumscheibe abgeschnitten hatte. Als älteste Teilnehmerin konnte Christa Schmidt diesen Wettbewerb für sich entscheiden.

Von Axel Kaminski

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