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Oschatz Zwei Tage Feststimmung bei der Feuerwehr Mügeln
Region Oschatz Zwei Tage Feststimmung bei der Feuerwehr Mügeln
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19:21 08.09.2019
Kurz gestärkt: Die Jugendfeuerwehr hatte beim Tag der offenen Tür ihren großen Auftritt. Quelle: Manuel Niemann
Mügeln

Erwartungsfrohe Gesichter, Besucher, die sich ein Stück Kuchen vom Stand sicherten, während in Sichtweite mit schrillem Pfiff die Döllnitzbahn über die schmalen Spuren ratterte. Nicht nur die wartete am Wochenende mit dem Tag des offenen Denkmals auf Besucher.

Guter Durchschnitt bei Besuchern

Ließen die gegenseitige Konkurrenz und die gemäßigteren Temperaturen den Tag der offenen Tür der Feuerwehr Mügeln dadurch zu einem Flop werden? Mitnichten, auch wenn das so nicht geplant war: „Seitdem es den Tag der offenen Tür gibt, seit Anfang der 90er-Jahre, machen wir ihn am zweiten Septemberwochenende“, erklärte Wehrleiter Normen Wolf. Weil der 1. September auf den Sonntag gefallen sei, entschied sich die Wehr für das Datum. Trotz einiger Veranstaltungen, die allein in Mügeln parallel stattfanden, war der Feuerwehrplatz gut besucht. „Es ist ein guter Durchschnitt, wir hätten aufgrund der Wetterlage mit weniger gerechnet“, sagte Wolf vor einem leicht getrübten Himmel.

„Wir sind aus Grauschwitz, haben von dem Termin gelesen und er ist Feuerwehrmann-Fan, da haben wir uns gedacht, wir fahren her“, sagte Frank Richter, der mit seinem sichtlich frohen Sohn Till unterwegs war und nun auf’s Feuerwehrauto durfte.

Am zweiten Septemberwochenende öffnete sich die Mügelner Feuerwehr für Besucher. Trotz vieler Konkurrenz zum Tag des offenen Denkmals, zog das auch 2019 die Besucher an. Wir waren für euch mit der Kamera dabei.

„Wir versuchen, das Feuerwehrfest auch immer ein bisschen auf die Kinder abzustimmen“, verriet Wehrleiter Wolf, der nebenbei geschickt an der Maschine Zuckerwatte um Stiele winden ließ, um andere große Kinderaugen nicht zu enttäuschen. Indes ertönten Sirenen, Eltern holten ihre Kinder vom Einsatzwagen ab oder versuchten, einen Sitzplatz für ihren kleinen Passagier zu bekommen. Dabei trieben ihn, so Wolf weiter, gar keine großen Nachwuchssorgen um. „Momentan sind wir recht gut aufgestellt, wir können uns nicht so beklagen. Wir konnten jetzt erst zwei Jugendfeuerwehrmitglieder übernehmen.“ Ab 5 Jahre können Kinder in die Miniwehr, in die Jugend ab 8 und in die aktive ab 16 Jahre eintreten.

Besucher sehen historische Schätze

Doch auch für die Älteren gab es einiges zu sehen. Neben dem Tanz in den Abend und Frühschoppen mit den Kemmlitzer Blasmusikanten, öffnete auch das Feuerwehrmuseum seine Tore. Historische Schätze wie etwa eine einachsige Anhänge-Motorspritze, die 1927 bereits 1000 Liter pro Minute pumpen konnte, konnten bestaunt werden. „Sie wurden teilweise mit Pferden gezogen oder mit Deichseln, die die Leute selber zogen“, erklärte Reiner Lippmann, eines der 15 Ehrenmitglieder, die das Museum betreuen und die Besucher führten. „Ich war 40 Jahre aktiv, seit 1962“, sagte der heute 78-jährige Mügelner, „wenn man als junger Kerl dabei ist, ist das fast schon Ehrensache“, erklärte er, warum er der Feuerwehr immer noch treu ist. Das bleibe in der Familie, so sei sein Sohn für die Brandschutzhelfer Ausbilder.

Mike Lippmann, Sohn und Jugendwart, war mit seiner Jugendmannschaft dieses Mal für die Schauübung der Feuerwehr zuständig. 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren da, während unter Wettkampfbedingungen lediglich sechs davon antreten. Für sie galt es, eine Gruppenstafette vorzuführen, bei der am Ende eine Büchse mit Wasserkraft weggespritzt werden musste.

Förderverein existiert seit Mai

Damit in Mügeln auch künftig die Feste gefeiert werden können, wie sie fallen, haben die Kameraden auch etwas anderes in Angriff genommen: Bürokratische Hürden. Die Neuregelung des Umsatzsteuergesetzes ab 2021, trifft auch die Mügelner. Damit ist es nicht mehr zulässig, den Verkauf von Kuchen, Bier oder Bratwürsten über die Bücher der Kommune laufen zu lassen. „Wir haben aufgrund der rechtlichen Angelegenheiten entschlossen, einen Verein zu gründen, um auch solche Feste abzudecken und nicht irgendwie Ärger zu bekommen“, sagte Wolf, der selbst nur einfaches Mitglied im neuen Förderverein ist. Er existiert seit Mai. Am Anfang habe das ein wenig bürokratischen Aufwand bedeutet, aber er sei guter Dinge.

Von Manuel Niemann

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