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Oschatz Zweite Auflage für Wermsdorfer Reisetage
Region Oschatz Zweite Auflage für Wermsdorfer Reisetage
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06:00 15.10.2019
„Typisch Türkei“ hat Gundolf Schmidt dieses Motiv genannt. HIer ist der Wermsdorfer im Gespräch mit einer Souvenierverkäuferin. Quelle: Foto: privat
Wermsdorf

Reiseberichte hören und dazu Köstlichkeiten aus den Ländern genießen – mit seinen ersten Wermsdorfer Reisetagen im vorigen Jahr hatte Gundolf Schmidt gleich einen Treffer gelandet. Jetzt soll es zweit weitere Veranstaltungen dieser Art geben. Erneut wird dazu in das Gasthaus „Goldener Hirsch“ eingeladen und wieder wird landestypische Küche serviert. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Kostproben aus der Region

Die Veranstaltungen im vergangenen Jahr waren ein Experiment, aber es hat funktioniert“, erklärt der reisefreudige Lehrer, warum es die zweite Runde der Reisetage gibt. „Die Besucher haben sich gewünscht, dass es so etwas wieder gibt.“ Der Treffpunkt bleibe der gleiche: Im „Goldenen Hirsch“ in Wermsdorf können Interessierte am Sonnabend, dem 9. November, den VortragWesttürkei für Entdecker – Rückkehr in ein verlorenes Paradies, unterwegs von Antalya bis Troja“ verfolgen. Am Freitag, dem 15. November, heißt es dann „Auf in den Kaukasus – Kirchen, Kultur und kulinarische Finessen“ zu Entdeckungen in Armenien und Georgien. Beide Vorträge beginnen um 19 Uhr, im Anschluss wird wieder ein Gericht aus der jeweiligen Region serviert.

Programme aus Reisebüro

Obwohl der Wermsdorfer auch schon als Individualreisender unterwegs war, wählte er nun für beide Touren eine andere Variante. „Das waren zwei Reisen, die ich stinknormal über das Reisebüro gebucht habe, aber auf jeden Fall empfehlen kann“, sagt Gundolf Schmidt. Die Programme hätten Hand und Fuß gehabt und seien für Interessierte von 30 bis 80 Jahren geeignet. „Das war eine Mischung aus Natur, Kultur und Kulinarik. Wer auch Interesse hat, etwas von Land und Leuten zu erfahren, ist hier gut aufgehoben.“

Arbeitsteilung bei Dokumentation

Die Fotos, die in Wermsdorf gezeigt werden, hat überwiegend Michaela Schmidt gemacht. „Meine Frau ist da technisch versierter und ruhiger. Ich kümmere mich dann um die Texte und bin verantwortlich für Ton- und Videoaufnahmen“, beschreibt Schmidt die Arbeitsteilung. Bevor es damit vor das Publikum gehe, gebe es daheim eine Generalprobe der Vorträge vor Frau und Sohn, nach der dann meist noch einmal gekürzt werde.

Zwischen Armut und Party-Flair

Erneut sei im aufgefallen, wie verschieden Länder sein können und dass man dennoch oft unverhofft auf Bekanntes treffe: „Armenien zum Beispiel ist schon mehr Asien, in Georgien dagegen hängen überall Europafahnen.“ Ortschaften in diesen Ländern wirkten oft ursprünglich und authentisch. Tragisch dagegen sei vielerorts die Armut der Bevölkerung. „Da muss man schon etwas härter im Nehmen sein“, räumte Gundolf Schmidt ein. Dennoch habe es auch in Armenien herzliche Begegnungen und viel zu sehen gegeben. An so manche Begebenheit denkt Gundolf Schmidt immer noch zurück. Etwa an das Nachtleben in der Hauptstadt Jerewan: „Das war eine Sensation. Bis 20 Uhr war die Stadt wie ausgestorben und plötzlich herrschte überall Betrieb und hat für ein tolles Flair gesorgt.“

Wiedersehen mit der Türkei

Schön sei das Wiedersehen mit der Türkei gewesen, sagt Schmidt. War Istanbul früher eine seiner Lieblingsstädte sei der Wunsch, dorthin zu reisen, durch Bombenanschläge und die Politik im Land etwas verloren gegangen. Er sei aber froh, sich erneut auf den Weg gemacht zu haben, versichert der Wermsdorfer. Er habe neben Antalya („Dort ist wirklich etwas passiert, das war schließlich Expo-Stadt“) viele kleinere Städte und Dörfer besucht und sei vielerorts auf freundliche Menschen getroffen.

Reisen zur Völkerverständigung

„Reisen hat für mich im besten Sinne etwas mit Völkerverständigung zu tun. Dazu gehört, dass man sich auch aus dem Hotel rausbewegt. Wer die heimische Bevölkerung unterstützen will, sollte in das kleine Restaurant an der Ecke essen gehen oder im lokalen Souvenirshop einkaufen“, findet Gundolf Schmidt. Tipps dazu gibt der Wermsdorfer gern am Rande seiner Vorträge weiter.

Anmeldungen für die Wermsdorfer Reisetage sind ab sofort im „Goldenen Hirsch“ oder unter Telefon 034364 87870 möglich. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

Von Jana Brechlin

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