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Oschatz Zweiter Oschatzer Kindersprint mit über 300 Schülern
Region Oschatz Zweiter Oschatzer Kindersprint mit über 300 Schülern
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10:47 10.03.2019
Siegerehrung mit Eltern und Schülern steht bevor – spannende Momente gab es beim Kindersprint genug. Mehr Fotos auf www.lvz.de/Region/Oschatz Quelle: Foto: Christian Kunze
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Mehr beteiligte Schulen, aber weniger teilnehmende Schüler. So lautet das Fazit des zweiten Kindersprints in der Rosentalhalle am Sonnabend in Oschatz.

Wettlauf der Collm-Region Kinder in der Rosentalhalle

Bei der erneuten Auflage der Veranstaltung zur Bewegungsförderung bei den Grundschülern der Collm-Region traten die Gewinner aus den Vorentscheiden aus acht Grundschulen gegeneinander an. Neben den drei Oschatzer Einrichtungen Zum Bücherwurm, Magister Hering und Collmblick waren die Schulen Wermsdorf, Dahlen, Schönnewitz, Neusornzig und Mügeln vertreten. Trotz das die beiden zur Stadt Mügeln gehörenden Häuser erstmals dabei waren, summierte sich die Zahl der Jungen um Mädchen die eine kurze Sprintdistanz um die Wette liefen, nach sechs Stunden Wettbewerb nur auf 310. Gut möglich, dass der Charakter des neuen und einmaligen bei der Premiere im vergangenen Jahr noch deutlich mehr Kinder motivieren konnte, Bestleistungen zu erzielen. Allerdings kam es auch nicht ausschließlich darauf an, sich zu qualifizieren. Der Kindersprint war ausdrücklich auch für jene offen, die sich spontan entschieden, mitzumachen und/oder nicht so sportlich sind. Denn im Mittelpunkt steht bei diesem Event nicht in erster Linie das Erlaufen einer Bestzeit, sondern der Anreiz, sich im allgemeinen zu bewegen – und es nicht bei diesem kurzen, fix absolvierten Lauf zu belassen.

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Das Konzept überzeugt

Das Konzept überzeugte auch zahlreiche Eltern, ihre Sprösslinge mit kräftigen Rufen und Schlägen gegen die Kunststoffbande des Lauffeldes anzufeuern. Steffen Schröter aus Gastewitz ist es nicht wichtig, dass seine Tochter allen anderen davon läuft. „Es muss gar nicht das Ticket für das Finale in Leipzig rausspringen“, erklärte der Vater gegenüber dieser Zeitung.

Den Bruder anfeuern

Einen weiteren wichtigen Aspekt bringt Mareen Claus als Zuschauerin des Sprints mit ein. Ihre Zwillinge Benedikt und Lukas sind beide mit vor Ort – auch wenn nur einer von beiden teilnimmt, heißt das nicht, dass der andere fern bleibt. Er feuert an. Für die Klötitzerin reiht sich der Kindersprint gut in das Konzept der Grundschule in Schönnewitz ein, die ihre Jungs besuchen. „Sport und Bewegung sind dort keine Eintagsfliege. Vielmehr achten Lehrerinnen und Horterzieher darauf, dass es beides auch im übrigen Jahreslauf nicht zu kurz komme.

Freude am Sport vermitteln

Erstmals mit am Start ist Viertklässler Louis Löbnitz aus Mügeln. „Aktionen wie der Kindersprint sind wichtig, um dem Nachwuchs die Freude am Sport zu zeigen, zu bewahren und aufrecht zu erhalten“, sagt die Mutter. Vielleicht könne damit das Interesse gar gesteigert werden. „Denn“, so die Mutter dreier Kinder, „immer weniger Kinder trainieren im Verein oder bewegen sich bewusst.“

Heiß auf den Kindersprint

Nicht aufwärmen musste sich für die Beteiligung Tamina Rüster aus Lonnewitz. Die Drittklässlerin kam erst vor kurzem aus dem Urlaub in tropischen Gefilden zurück – und war schon ganz heiß auf den Kindersprint. Damit sie und andere Mitstreiter in den Pausen auch den Geist auf Temperatur hielten, verteilte Katrin Lehnert von der Oschatzer Wohnstätten GmbH ein Quizheft, rund um den Sprint – und selbst konzipiert. Das Unternehmen präsentierte den Sprint, gemeinsam mit dem SHV Oschatz, Intersport Hanel, Küchenstudio Nr. 1, der SC DHfK und dem Sächsischen Fußballverband. Schirmherr war erneut der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar.

Von Christian Kunze