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Polizeiticker Schlag gegen Diebesbanden: Großrazzia der Bundespolizei in Sachsen
Region Polizeiticker Schlag gegen Diebesbanden: Großrazzia der Bundespolizei in Sachsen
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15:31 18.01.2017
Großeinsatz in Dresden. Quelle: dpa
Dresden

Mehr als 600 Beamte der Bundespolizei haben am Mittwoch in Dresden, Leipzig, Radeberg, Freital, Freiberg, Strigistal und Halle/Saale eine der größten Razzien der vergangenen Jahre durchgeführt. Insgesamt 31 Wohnungen, Lager und Asylunterkünfte wurden seit 6 Uhr durchsucht, heißt es. Dabei seien 15 Haftbefehle vollstreckt worden. Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft den Beschuldigten banden- und gewerbsmäßigen Diebstahl und Hehlerei im internationalen Maßstab vor.

Schwerpunkt der Maßnahmen sei Dresden und hier vor allem das Gebiet rund um den Hauptbahnhof gewesen. In Leipzig soll ein Objekt im Stadtteil Eutritzsch durchsucht worden sein. Die festgenommenen Personen – zehn Georgier im Alter zwischen 26 und 38 Jahren, vier Vietnamesinnen im Alter von 41 und 51 Jahren sowie eine Lettin im Alter von 31 Jahren – sollen am Mittwoch und Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Hehlerware sichergestellt – Konten gepfändet

Im Rahmen der Durchsuchungen sei Hehlerware in Form von Alkohol, Tabakwaren, hochwertiger Kosmetik, Kindernahrung sowie umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt worden. „Der Umfang der beschlagnahmten Gegenstände war derart groß, dass für den Abtransport ein Lkw zum Einsatz kommen musste“, teilte die Bundespolizei mit. Zudem wurden mehrere Fahrzeuge sowie Bargeld in größerem Umfang sichergestellt, die Konten der Beschuldigten samt Lebensversicherungen und Bausparverträge gepfändet. „Ziel ist die Abschöpfung des inkriminierten Tätervermögens. Insgesamt wird von einer Schadenssumme von mehreren hunderttausend Euro ausgegangen“, hieß es in er Mitteilung der Beamten.

Laut Jörg Baumbach, Präsident der Pirnaer Bundespolizeistelle, sei die Razzia am Mittwoch bereits der zweite bedeutende Schlag gegen die organisierte Eigentumskriminalität innerhalb von neun Monaten. „Damit haben wir auch ein deutliches Zeichen gegen Straftäter gesetzt, die das Asylrecht missbrauchen, um in Deutschland organisiert Straftaten zu begehen“, so Baumbach.

Rund 600 Bundespolizisten sind in Dresden gegen eine internationale Dibesbande vorgegangen.

Für die Diebstähle sollen vor allem Georgier verantwortlich sein. Ausgangspunkt der Ermittlungen seien wiederholte Diebstähle im Dresdner Hauptbahnhof gewesen. Bereits im Mai 2016 waren acht Täter ermittelt und verhaftet worden, gegen diese aktuell am Landgericht in Dresden ein Prozess stattfindet. Die weiteren Ermittlungen hätten zudem ergeben, dass die Diebe ihre Ware regelmäßig in bestimmten Gewerbeobjekten veräußert hätten. „Die daraufhin gegen die vietnamesischen Geschäftsinhaber und weitere Personen eingeleiteten Ermittlungen erhärteten den Verdacht dahin gehend, dass die verdächtigen Hehler Diebesgut von Personen mit georgischer Nationalität im großen Stil ankauften und weiterveräußerten“, heißt es weiter im Bericht der Beamten.

Das Geschäftsmodell sah dabei offenbar vor, die aus Drogeriemärkten gestohlene Babynahrung in Tschechien und Polen zu verkaufen. Teilweise gingen der Brei auch nach Asien, wo Mütter nach einem Milchpulverskandal in China verunsichert waren und sich deshalb ein lukrativer Markt für aus Deutschland gestohlene Ware öffnete, wie eine Sprecherin der Bundespolizeiinspektion Dresden sagte. (mit dpa)

mpu

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