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Polizeiticker Bundesanwaltschaft ermittelt nach Anschlägen auf Bahnanlagen in Leipzig
Region Polizeiticker Bundesanwaltschaft ermittelt nach Anschlägen auf Bahnanlagen in Leipzig
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18:35 03.07.2017
Polizeiabsperrung in Leipzig-Möckern nach dem Anschlag auf eine Signalanlage am 19. Juni. Quelle: Dirk Knofe
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Karlsruhe/Leipzig

Zwei Wochen nach den Brandanschlägen auf Gleise in Leipzig und mehreren deutschen Städten ermittelt zu den Vorfällen seit Freitag die Bundesanwaltschaft. Das teilte die Karlsruher Behörde am Montag mit. Der Generalbundesanwalt habe die Ermittlungen „wegen der besonderen Bedeutung des Falles“ übernommen, unter anderem wegen der massiven Auswirkungen auf den Bahnverkehr und die Telekommunikation sowie wegen „des länderübergreifenden Charakters der Taten“.

Ermittelt werde "wegen des Verdachts der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Brandstiftung, der Störung öffentlicher Betriebe und der Störung von Telekommunikationsanlagen", hieß es.

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Unbekannte hatten am 19. Juni früh morgens in Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig sowie im niedersächsischen Bad Bevensen 13 Brandanschläge an Strecken der Bahn verübt. Rings um die Messestadt waren vier Signalanlagen von den Zerstörungen betroffen, an Streckenabschnitten in Möckern, Leutzsch, Wiederitzsch und Paunsdorf. Hunderte Zügen fielen aus, mehrere Millionen Reisende waren nach den Angaben der Bundesanwaltschaft von Verspätungen betroffen. An Bahn- und Telekommunikationsanlagen entstanden Schäden in sechsstelliger Höhe. Auch Telefon- und Internetverbindungen waren ausgefallen.

Auf mehrere Signalanlagen der Deutschen Bahn rings um Leipzig und in vier anderen Bundesländern sind in der Nacht zum Montag Brandanschläge verübt worden. Es kommt zu Zugausfällen. 

Wer die Anschläge verübt hat, ist immer noch unklar. Die Ermittler hatten einen politischen Hintergrund nicht ausgeschlossen. Vor dem G20-Gipfel hatten Linksextremisten Aktionen und Anschläge angekündigt. Die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) treffen sich am 7. und 8. Juli in Hamburg.

LVZ