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Polizeiticker Espenhain: Einsatzkräfte haben Feuer schnell im Griff
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Espenhain: Einsatzkräfte haben Feuer schnell im Griff

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08:03 04.05.2021
Feuerwehr-Einsatz in Espenhain: Die Einsatzkräfte mehrerer Wehren hatten den Brand schnell im Griff.
Feuerwehr-Einsatz in Espenhain: Die Einsatzkräfte mehrerer Wehren hatten den Brand schnell im Griff. Quelle: Mike Köhler
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Rötha/Espenhain

Feuerwehr-Einsatz am frühen Dienstag im Industrie- und Gewerbepark Espenhain: Auf dem Gelände eines Recyclingbetriebes waren rund 100 Tonnen geschreddertes Material in Brand geraten. Die Feuerwehren wurden 5.15 Uhr alarmiert. Im Einsatz waren die Wehren von Espenhain, Rötha, Mölbis, Elstertrebnitz und Borna, in Summe 33 Ehrenamtliche mit zehn Fahrzeugen.

Mit einem Bagger wurde das gelagerte Material auseinander gezogen. Glutnester wurden mit Schaum abgedeckt. Quelle: Mike Köhler

Früherkennungssystem hilft, Feuer einzudämmen

„Durch das Früherkennungssystem, das der Betreiber installiert hat, wurde das Feuer frühzeitig erkannt“, sagt Mike Köhler, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Leipzig. Das Feuer wurde zügig gelöscht. Unterstützung erhielten die Kameraden durch einen Greifbagger. Mit dem wurde Material umgeschichtet, um an Glutnester heranzukommen und sie ebenfalls abzulöschen. Alexander Hecking, der stellvertretende Kreisbrandmeister, machte sich selbst vor Ort ein Bild von der Situation. Der alarmierte Gerätewagen mit Messtechnik für austretende Schadstoffe kam nicht zum Einsatz. Nach zweieinhalb Stunden hatten die Kräfte ihre Arbeit getan und rückten wieder in die Depots ein.

Das Schreddermaterial lagert in großen, voneinander abgetrennten Mieten. Quelle: Mike Köhler

Brand im November sorgte für Großeinsatz

Bei einem Großfeuer im November 2020 hatten auf dem Areal der Unternehmen Scholz Recycling und SRW metallfloat rund 500 Tonnen Schreddermaterial gebrannt. Ausgebrochen war es nach Firmen-Angaben in der sogenannten Schwerfraktion, die aus nicht-eisenhaltigen Metallen besteht, aber auch Kunststoffe, Gummi und Holz enthalte – vermutlich durch Selbstentzündung. In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Bränden dieser Art. Die Polizei auch im aktuellen Fall von einer Selbstentzündung der gelagerten Stoffe aus, heißt es aus der Polizeidirektion Leipzig. Deshalb ermittelten die Behörden dazu nicht. Polizisten waren lediglich vor Ort, um die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu unterstützen und das Umfeld abzusichern.

Von Ekkehard Schulreich