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Polizeiticker Hubschrauber stürzt bei Delitzsch auf Feld – zwei Verletzte
Region Polizeiticker Hubschrauber stürzt bei Delitzsch auf Feld – zwei Verletzte
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17:15 12.09.2015
Die Absturzstelle in Döbernitz bei Delitzsch (Kreis Nordsachsen). Quelle: Christine Jacob
Delitzsch/Leipzig

In Döbernitz bei Delitzsch (Kreis Nordsachsen) ist am Samstagnachmittag ein Helikopter abgestürzt. Der 39-jährige Pilot und sein 65 Jahre alter Co-Pilot wurden leicht verletzt. Sie wollten nach Polizeiangaben kurz vor 15 Uhr an der Dr.-Helmut-Schreyer-Straße aufgrund technischer Probleme notlanden. Der rote Leichthubschrauber vom Typ Schweizer 300C kippte dabei jedoch seitlich auf ein Feld.

Nach ersten Erkenntnissen war ein Motorschaden Ursache des Absturzes. "Der Rotor setzte während der Landephase bereits aus", sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage von LVZ.de. Laut Augenzeugenberichten flog der Helikopter noch über das angrenzende Gewerbegebiet und ging in Höhe eines Fastfood-Restaurants in den Sinkflug über. Die Kufen gerieten bei der Landung offensichtlich zu tief in das Feld. Daraufhin fiel der Helikopter auf die rechte Seite. 

Ein Hubschrauber mit zwei Insassen ist am Samstagnachmittag auf einem Feld in Döbernitz bei Delitzsch abgestürzt. Der 39-jährige Pilot und sein 65-jähriger Begleiter wurden leicht verletzt. Fotos: Christine Jacob

Männer wollten Luftbilder schießen

Der 39-jährige Niederländer und sein Kollege waren nach Informationen von LVZ.de für ein auf Luftaufnahmen spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz und Brandenburg unterwegs, um in Nordsachsen Fotos anzufertigen. Auch zwei Kameras waren deshalb mit an Bord. Gestartet war der Helikopter nach Polizeiangaben am Flugplatz Halle/Oppin.

Rund 20 Feuerwehrleute, Polizei und Rettungskräfte wurden nach dem Absturz an die Unglücksstelle gerufen. Die beiden Männer hatten sich jedoch bereits selbst aus dem Wrack befreit. Sie wurden zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Der Co-Pilot klagte nach der Bruchlandung über Rückenschmerzen. Er erlitt offenbar eine Prellung der Hüfte.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Ermittlungen zur genauen Unglücksursache übernommen. Das Wrack soll abgeschleppt und von den Experten untersucht werden.

Robert Nößler / Christine Jacob