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Polizeiticker Polizei findet 17 Handgranaten in bosnischem Mercedes
Region Polizeiticker Polizei findet 17 Handgranaten in bosnischem Mercedes
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17:44 19.02.2019
Ein parkendes Auto wurde am Montagabend von Sprengstoffexperten untersucht. Quelle: Roland Halkasch
Dresden

Am Montagabend gab es am Dresdner Hauptbahnhof einen Einsatz von Bundespolizei und Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen. In einem Mercedes waren Handgranaten – nach ersten Erkenntnissen 17 Stück – gefunden worden. Aus Sicherheitsgründen wurde das Gebiet um den auf der Bayrischen Straße abgestellten Mercedes ML großräumig abgesperrt.

Parkendes Auto kam Beamten verdächtig vor

Der SUV mit bosnischem Kennzeichen war gegen 15 Uhr einer Streife der Bundespolizei aufgefallen, weil er im Parkverbot am Hauptbahnhof stand, so Christian Meinhold, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Pirna. Wegen des Verdachtes der illegalen Einreise bzw. des illegalen Aufenthaltes hätten sich seine Kollegen schließlich zu einer polizeilichen Kontrolle der beiden Insassen des Wagens entschlossen.

Bei diesen handelte es sich um zwei bosnische Staatsangehörige im Alter von 17 und 28 Jahren. Die Befragung der beiden in den Diensträumen der Bundespolizei habe den Verdacht der illegalen Einreise bzw. des illegalen Aufenthaltes erhärtet, so Weinhold weiter.

Drogenspürhund angefordert

„Hinzu kam, dass bei einem der Männer eine Kleinstmenge eines Betäubungsmittels“ gefunden wurde. „Das war ein Grund für uns, auch mal im Auto näher nachzusehen“, schildert Weinhold den Fortgang der Dinge. Die Bundespolizei habe den Zoll um Unterstützung gebeten und einen Drogenspürhund angefordert. Als dieser schließlich eintraf, sei das Auto näher untersucht worden.

Drogen fand die Polizei nicht. Doch was hinter der Seitenverkleidung im Kofferraum zum Vorschein kam, war eine böse Überraschung: Handgranaten. „Auf den ersten Blick waren es 17 Stück, verschweißt in Plastikfolie“, beschreibt Christian Meinhold den Fund.

Fotos vom Polizeieinsatz am Hauptbahnhof.

Daraufhin wurde das Gebiet gegen 21.45 Uhr weiträumig abgesperrt. „Wir haben die Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes hinzugezogen“, so der Sprecher der Bundespolizei. Diese transportierten den Fund schließlich ab. Der Mercedes wurde sichergestellt. Gegen 23.50 Uhr war der Einsatz beendet, die Sperrung konnte wieder aufgehoben werden.

Die beiden Bosnier wurden vorläufig festgenommen und am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. „Dieser hat Haftbefehl erlassen und Untersuchungshaft angeordnet“, so LKA-Sprecher Tom Bernhardt am späten Dienstagnachmittag gegenüber DNN.

Hintergründe bislang unklar

Das Landeskriminalamt, das laut LKA-Sprecher Tom Bernhardt im engen Austausch mit der Staatsanwaltschaft ist, habe die Handgranaten auf Inhalt und Funktionsfähigkeit geprüft. Über das Ergebnis wollte das LKA noch keine Aussagen treffen. Wofür die Granaten verwendet werden sollten oder woher sie stammen, ist noch völlig unklar.

Gegen die Bosnier wird nun nicht nur wegen des Verdachtes der illegalen Einreise bzw. des illegalen Aufenthaltes, sondern auch wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.

Von Catrin Steinbach/mb

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