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Schkeuditz 30 Künstler loten Beziehung zwischen Mensch und Wasser aus
Region Schkeuditz 30 Künstler loten Beziehung zwischen Mensch und Wasser aus
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08:56 17.07.2018
In Ermangelung der „Tulpen aus Amsterdam“ schenkt die die freischaffende Koloratursopranistin Petra Lisa Pabst dem Publikum Kunstblumen. Gemeinsam mit Helna Korschewski sorgte sie in der Galerie art Kapella für die musikalische Umrahmung der Ausstellungseröffnung. Quelle: Foto: Armin Kühne
Schkeuditz

Kurator Gerd W. Fiedler gab am Sonntag zur gut besuchten Vernissage eine Einführung in die Schau. Der Bogen der Auswahl aus rund fünf Jahrzehnten ist gespannt zwischen der Idylle einer Seenlandschaft von Klaus König und dem Totenschiff von Hans Schulze, der Fahrt der Verdammten in brodelnden Wassern. Der Kunsthistoriker ging mit persönlichen Anekdoten, erhellenden Hinweisen zur Technik und zur Position der Künstler auf die Arbeiten ein.

Facettenreiche Auseinandersetzung

So würdigte er stimmungsvolle Landschaften von Wolfram Knöfler, Sabine Wagner, Fred Jakobson, düster aufgeladene Versionen von Andreas Weißgerber und Falk Geißler, bettete die Arbeiten unvergessener Künstler wie Wolfgang Mattheuer, Frans Masereel, Lothar Sell, Heinz Mutterlose, Renate Herfurth in ihr Gesamtschaffen ein. Die Position von Menschen angesichts der Unendlichkeit der Ozeane untersuchten Siegfried Ratzlaff, Andreas Mocker und Fred Walther. Extra für die Schau hatte sich Loretta Fiedler auf eine heitere Variante des Lebens unter Wasser eingelassen, während der Cartoonist Uwe Moosdorf mit seinem „Flüchtlingsboot“ die ausufernde Vielschichtigkeit aktueller Problematik ins Spiel brachte.

Die Ausstellung folgt einem in Schkeuditz bereits mehrfach praktizierten Prinzip: Malerei, Grafik, Zeichnung, Fotografie und Skulptur aus Fiedlers Fundus sowie Leihgaben von Künstlern bieten unter thematischer Klammer facettenreiche Auseinandersetzung, künstlerische Individualität sowie die frappierenden Möglichkeiten unterschiedlicher Techniken. Diese Reihe der Variationen hob der Verein vor zehn Jahren mit Landschaften aus der Taufe und setzte sie in loser Folge mit Bildnissen, Akten und Interieurs fort. Gerade der Reichtum künstlerischer Positionen eröffnet viele Kommunikationslinien und wird im Kreis Schkeuditzer Kunstfreunde geschätzt. In der aktuellen Schau treffen sie sich am 5. August zu einem von Fiedler moderierten Gespräch mit einigen der ausstellenden Akteure.

Lieder zum Thema

Die Koloratursopranistin Petra Lisa Pabst hatte sich am Sonntag für den musikalischen Part der Ausstellungseröffnung die Begleitung einer Freundin, der Klavier- und Keyboardlehrerin Helena Korschewski gesichert, die in Omsk geboren, nun ebenfalls in Leipzig lebt. Mit Kompositionen von Georg Philipp Telemann und Alexander Alabieff sowie mit dem bekannten Stück „Wasser ist zum Waschen da“ hatte sie Liedgut nach thematisch Passendem durchforstet. Selbst Tulpen aus Amsterdam konnten sich da gut als ein Stück Natur behaupten. Allerdings ging der Plan der Sängerin nicht ganz auf: Die Tulpen, die sie im Publikum verteilen wollte, gibt es momentan in den Blumenläden nicht. Sie wusste sich jedoch mit Kunstblumen zu helfen…

„Mensch und Wasser“ – Malerei, Fotografie, Zeichnung, Grafik und Skulptur, zu sehen bis zum 26. August 2018, Galerie art Kapella, Teichstraße 7, Schkeuditz, geöffnet ist dienstags, mittwochs, sonnabends und sonntags 13 bis 17 Uhr/ Kunstkreisgespräch am 5. August, 14 Uhr

Von Ingrid Leps

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