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Schkeuditz Die Spielgeräte sind da – aber der Rasen fehlt: Spielplatz Dölzig bleibt dicht
Region Schkeuditz Die Spielgeräte sind da – aber der Rasen fehlt: Spielplatz Dölzig bleibt dicht
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07:01 13.07.2019
Ohne Kinder: Der Spielplatz in Dölzig ist mangels Rasen noch nicht freigegeben. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Die Spielgeräte sind da, der Absperrzaun drumrum allerdings auch. Noch müssen sich die Kinder in Dölzig gedulden – und sich weiter die Nasen am Bauzaun um den neuen Spielplatz platt drücken. Der Spielplatz ist bisher nicht freigegeben, ein Toben und Spielen für die Dölziger Kinder nicht möglich.

Rasen hat keine Chance zu wachsen

Als Grund nennen die Dölziger den fehlenden Rasen. Der ist zwar gesät, habe aber mangels Bewässerung keine Chance zu wachsen, lautet der Vorwurf in Richtung Stadtverwaltung. Am Donnerstagabend spielte das Thema, über das die LVZ bereits berichtete, auch eine Rolle im Stadtrat. „Wir werden uns darüber im Ortschaftsrat verständigen“, erklärte Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU). „Und dann entscheiden wir, ob wir auch ohne Rasen den Spielplatz eröffnen.“ Er blieb bei seiner Aussage, dass die Stadt die gesäte Grasfläche nicht bewässern werde.

Mutterboden, auf dem Samen liegt

Wie berichtet, gießen die Dölziger mittlerweile die Sträucher um den Spielplatz etwa dreimal in der Woche selbst. Bei der Wiese sei das aber nicht möglich, weil zur Bewässerung mehrere auf 300 Meter Länge gebrachte Gartenschläuche dienen. „So wie der Spielplatz ist, kann er nicht eröffnet werden“, schimpfte indes Stadtrat Frank Sachsenröder (Freie Wähler Dölzig). Und Ortsvorsteher Thomas Druskat (Freie Wähler Dölzig) ergänzte: „So wie der Spielplatz heute aussieht, ist er nicht für Kinder geeignet.“ Es ginge gar nicht darum, den Rasen am Spielplatz zu bewässern. Schließlich gebe es bisher gar keinen Rasen. „Im Grunde ist das Mutterboden, auf dem der Samen liegt“, erklärte Stadtrat Heiko Lichtenberger (Freie Wähler Dölzig).

Stadt bewässert keine Rasenflächen

Fürs Wetter, so sagte der Oberbürgermeister, könne niemand was. Der Rasen sehe so aus, wie es die derzeitige Witterung eben zulässt. Aber die Stadt bewässere keine einzige Rasenfläche in der Stadt. Auch aus diesem Grund sei ein Gießen in Dölzig von Seiten der Kommune nicht möglich. „Gegossen werden unsere Pflanztöpfe“, so Bergner. Auch sämtliche Sträucher bekämen kein Wasser – abgesehen vom Regen. „Das würden wir einfach nicht schaffen“, sagte der Oberbürgermeister. „Und wo sollen wir dann anfangen?“

Firma gießt Sträucher

Auch der Vorschlag, die Feuerwehr einzusetzen, ist nicht umsetzbar. Die Kameraden dürfen lediglich zum Brandlöschen Wasser aus Teichen oder der Leitung entnehmen – nicht zum Gießen. „Unsere Positionen sind ausgetauscht und können sich auch nicht aufeinander zu bewegen“, meinte Bergner. Für die Sträucher gebe es allerdings einen Vertrag. Die anpflanzende Firma muss die Gewächse einmal pro Woche bewässern. Sollten dennoch Sträucher den Sommer und die damit verbundene Hitze nicht überleben, müssen sie ausgetauscht werden.

Als hätte der Wetterfrosch den Hilfeschrei aus Dölzig gehört, hat es übrigens in der Nacht von Donnerstag auf Freitag geregnet. Auch in den kommenden Tagen sind immer wieder Schauer angesagt.

Von Linda Polenz

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