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Schkeuditz Europäisches Jugendtreffen in Schkeuditz
Region Schkeuditz Europäisches Jugendtreffen in Schkeuditz
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18:30 09.08.2019
Besuch bei der Feuerwehr auf dem Flughafen Leipzig/Halle: die Youto-Teilnehmer aus sieben europäischen Ländern, Gastgeber und Betreuer. Quelle: Foto:
Schkeuditz

Abschiedsstimmung im Gut Wehlitz gegen Ende dieser Woche: Nach einer mit zahlreichen gemeinsamen Erlebnissen angefüllten Woche trennten sich die Wege von rund 40 Jugendlichen aus sieben europäischen Ländern wieder. Bereits zum zweiten Mal nach 2010 war Schkeuditz in diesem Jahr Gastgeber der internationalen Jugendfreizeit Youto.

Lebendiges Städte-Netzwerk

Hervorgegangen ist das Projekt aus der Verbindung der Stadt Schkeuditz zu ihren Partnerstädten. „Die haben ihrerseits Partnerstädte und mit ihnen ist im Laufe der Zeit eine Art Netzwerk entstanden, das wirklich tragfähig ist“, schildert Rathaus-Sprecher Helge Fischer. Er ist von Anfang an dabei, hat auch das erste Youto-Treffen im Jahr 2006 begleitet. „Über Europa wird viel geredet“, sagt er, „Das hier ist ein Beispiel dafür, wie es mit Leben erfüllt wird.“

Für die Impulse dieses Lebens sorgen gemeinsame Aktionen der Partnerkommunen. Eine davon ist die jährlich stattfindende Jugendfreizeit Youto. Sie beginnt eigentlich schon mit dem vorbereitenden Treffen der Bürgermeister aller beteiligten Kommunen. In diesem Jahr fand es im März im baden-württembergischen Bühl statt. Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) weiß um die Schwierigkeit, Vertreter von Städten aus acht europäischen Ländern an einen Tisch zu bringen. „Dass es trotzdem immer wieder gelingt, unterstreicht die große Bedeutung, die diese Kontakte und die gemeinsamen Aktionen für alle Beteiligten in diesem Netzwerk haben“, ist Bergner überzeugt.

Mehrere europäische Städte organisieren jedes Jahr das Jugendtreffen Youto. In diesem Jahr war Schkeuditz Gastgeber für 40 Jugendliche und ihre Begleiter.

So konnten Mädchen und Jungen verschiedener Nationen auch in diesem Jahr wieder die vielfältigen Möglichkeiten nutzen, um unterschiedliche Nationalitäten, Sprachen und Erfahrungen kennenzulernen und gemeinsam eine erlebnisreiche Zeit zu verbringen. Auf die jungen Leute aus Moldawien, Italien, Tschechien, Spanien, Frankreich, Slowenien sowie aus der Gastgeberstadt Schkeuditz wartete ein prall gefülltes Programm. Es reichte von Workshops über gemeinsame Ausflüge bis hin zu Aktivitäten wie baden, klettern, Party machen und Lagerfeuer entzünden. Auch zahlreiche kulturelle Angebote standen an. Einer der Höhepunkte war die Besichtigung des Flughafens Leipzig/Halle am Donnerstag. Schon dort lag ein wenig Wehmut in der Luft, sollte es doch für einige Teilnehmer wenige Stunden später von dort aus wieder nach Hause gehen.

Tränen zum Abschied

„Das mit dem Abschied ist wirklich so eine Sache“, hat auch Helge Fischer in den 13 Jahren Youto festgestellt. „Anfangs sind die Jugendlichen noch reserviert oder besonders cool, manche haben sogar Heimweh. Aber wenn dann der Abschied kommt, gibt es Tränen. Da gehen mitunter sogar die harten Jungs in die Ecke“, erzählt er. Eine Situation, die übrigens auch so manchem Betreuer nicht fremd ist. Einige von ihnen waren als Jugendliche selbst bei Youto-Freizeiten dabei – und mischen heutzutage als Begleiter und Betreuer mit, wenn es darum geht, das Europa-Gefühl an die folgenden Generationen weiterzugeben.

„Wer die zehn Tage Youto einmal erlebt hat, den lassen die Erinnerungen nicht mehr los“, ist auch Oberbürgermeister Bergner überzeugt. Während sich die Jugendlichen mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen an erlebnisreiche Tage auf der Heimreise befinden, gehen die Gedanken des Stadtoberhaupt bereits in die Zukunft. Die nächste Youto-Jugendfreizeit findet 2020 im spanischen Vilafranca del Penedès statt. Und vorher gilt es wieder, einen Termin zu koordinieren, um die Organisatoren der Partnerstädte aus ganz Europa an einen Tisch zu bringen. Auch das gehört zur Youto-Tradition.

Von Rainer Küster

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