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Schkeuditz Festakt zum Jubiläum der Städtepartnerschaften in Schkeuditz
Region Schkeuditz Festakt zum Jubiläum der Städtepartnerschaften in Schkeuditz
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06:01 01.10.2018
Gute Freunde: die Oberbürgermeister Thomas Ravier (Villefranche-sur-Saône, links), Hubert Schnurr (Bühl, Mitte) und Rayk Bergner (Schkeuditz, rechts) bei der Festveranstaltung im Kulturhaus Sonne. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Zwei Jubiläen im Dreierbund: Bei einem Festakt im Kulturhaus „Sonne“ haben am Sonnabend Vertreter aus dem französischen Villefranche-sur-Saône (Region Auvergne-Rhône-Alpes, Frankreich), Bühl (Baden-Württemberg) und aus Schkeuditz ihre Städtepartnerschaft gewürdigt. „Eine Partnerschaft kann nur leben, wenn sie von den Bürgern der Städte getragen wird. Wir sind in der glücklichen Lage, die Basis dafür zu haben“, sagte der Schkeuditzer Oberbürgermeister (OBM) Rayk Bergner (CDU) im bis auf den letzten Platz besetzten großen Veranstaltungssaal der „Sonne“.

Bergner: Neue Wege in den Beziehungen gehen

„Gemeinsam feiern wir zwei Jubiläen: 25 Jahre Partnerschaft mit Bühl und 20 Jahre Partnerschaft mit Villefranche. Wir sind unendlich dankbar für alles, was wir in dieser Zeit erleben durften und noch erleben werden“, so Bergner. Gleichzeitig erinnerte er an die Anfänge dieser Freundschaft, als Peter Blechschmidt, der frühere Bürgermeister der Flughafenstadt und Gerhard Helbing, der Bühler Oberbürgermeister a.D., die Partnerschaftsurkunde vor 25 Jahren unterschrieben. Bereits von Beginn an habe Bühl den Schkeuditzern mit Rat, Tat und finanzieller Unterstützung zur Seite gestanden. Bei zwei Projekten sei diese Hilfe besonders existenziell gewesen: Beim Aufbau eigener Stadtwerke und beim Einwerben von Fördermitteln im Rahmen der Stadtsanierung. „Schkeuditz ist angekommen. Wir sind auf einem sehr guten Weg, uns als Stadt selbstbewusst zu präsentieren. Unsere wirtschaftliche Entwicklung lässt sich sehen“, resümierte Bergner. „Wir wollen uns aber nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern auch neue Wege in der Beziehung beschreiten. Denn aus der Partnerschaft wurde ja längst eine gelebte Freundschaft“. Schon in der nächsten Woche werde eine Mitarbeiterin der Bühler Stadtverwaltung zu einer Hospitanz in Schkeuditz erwartet; in den kommenden Jahren werden Azubis ihre Praktika in Bühl machen. Darüber hinaus lebe der Austausch mit Bühl besonders intensiv auf Vereinsebene.

Gemeinsame Freizeit bringt Jugendliche zusammen

Die feste Freundschaft zu Villefranche werde neben der zu Vereinen vor allem zu zwei Institutionen gepflegt. Bergner brachte in seiner Rede zum Ausdruck, „dass die Freundschaft unserer Städte ein aktiver Teil der deutsch-französischen Aussöhnung ist und wir damit unseren Teil für ein friedliches Europa leisten. Gemeinsam dürfen wir nicht zulassen, dass wieder Nationalismus und Grenzen – vor allem die in den Köpfen – entstehen und unsere Freundschaften gefährden“, mahnte der Schkeuditzer Stadtchef. Auch der Bühler OBM Hubert Schnurr appellierte an das gemeinsame Ziel: „Ein einiges und friedliches Europa“. Bereits jetzt gebe es einen Austausch auf Augenhöhe, sei ein Netzwerk entstanden, das viele wunderbare Projekte hervorbrachte. Nur ein wichtiges davon: die gemeinsame Jugendfreizeit mit Jugendlichen anderer Länder.

Nächste Generation muss Fackel der Freundschaft übernehmen

„Wir sind den humanistischen Werten verpflichtet“, betonte auch Thomas Ravier. Der Bürgermeister von Villefranche war erstmals zu Gast in Schkeuditz. In seiner Rede erinnerte er an „die Visionen und Hoffnungen der Gründerväter“ der Städtepartnerschaften. Diese Fackel der Freundschaft gelte es an die folgenden Generationen weiterzugeben: „Es lebe Europa!“

Von Ingrid Hildebrandt

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