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Schkeuditz Geschichtsunterricht zum Anfassen
Region Schkeuditz Geschichtsunterricht zum Anfassen
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15:31 06.06.2019
Gymnasiasten erinnern an die Zeit des Nationalismus und vergleichen die beiden Lager Buchenwald und Dora. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Mit der Thematik „Der Nationalismus – zwischen Antisemitismus und Zwangsarbeit“ haben sich die neunten Klassen des Gymnasiums Schkeuditz auseinandergesetzt. Entstanden ist eine Ausstellung, die nun in der Mensa der Schule zu sehen ist.

Besuch im Arbeitslager Dora

„Der Nationalismus ist zwar Geschichte, soll aber nicht in Vergessenheit geraten“, sagten die Geschichtslehrerinnen Susann Markert und Claudia Vogt zur Eröffnung der Schau. Um dieses Thema für die Neuntklässler verständlicher zu machen, besuchten sie unter anderem das Konzentrations- und Arbeitslager Dora in Thüringen. Dort mussten Häftlinge im Bergwerk die berüchtigten V1- und V2-Raketen für den angeblichen Endsieg herstellen. Unter schwierigsten Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Modelle der beiden Lager gegenübergestellt

Das Geschichtsthema war für die Schüler eine Herausforderung. Schließlich mussten sie sich in eine Welt hineindenken, in der Vertreibung, Elend und Tod im Vordergrund standen und der Mensch eine untergeordnete Rolle spielte. An den 14 verschiedensten Projekten wurde das deutlich. In Kleinstarbeit haben die Kinder zum Beispiel das Arbeitslager Dora-Mittelbau auf eine Spanplatte aufgebaut. Anouk Papast, Jonatan Kestner und Max Straßberger haben sich mit dem Vergleich zwischen den Konzentrationslagern Buchenwald und Mittelbau Dora beschäftigt. Konkret haben sie zwei Modelle der Bauten gegenübergestellt. Die Größe beider Arbeitslager für die tausenden Häftlinge war anschaulich in einem Größenmaßstab dargestellt. Die Unterkünfte der Wachleute getrennt von den unwürdigen Baracken für die Häftlinge fanden ebenso Einzug ins Modell wie die Gärten, das Kino für die Offiziere und die Hinrichtungsstätte der Häftlinge.

„Nicht in Vergessenheit geraten“

So verfügte das Arbeitslager Dora, eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald, über 430 Baracken auf einer Fläche von 15 000 Quadratmetern. Das Lager hatten die Häftlinge selbst aufgebaut. „Ein sehr gutes Projekt“, fand Schüler Max Straßberger. „Wir mussten uns damit auseinandersetzen. Wenn man das einmal vor Ort gesehen hat, weiß man, wie wichtig es ist, dass das nicht in Vergessenheit gerät.“

Eltern waren zur Präsentation geladen

Zur Präsentation waren auch die Eltern eingeladen. Auch Silke Wege wollte sich anschauen, was ihr 14-jähriger Sohn Robert gestaltet hat. Er hatte sich mit dem Leben von Anne Frank beschäftigt – mit einer Präsentation, einer CD und einem Bildnis von Anne Frank zeigte der Gymnasiast seine Geschichtsaufarbeitung. Ihr Sohn hatte sich mit dem Leben von Anne Frank auseinander gesetzt. Mit einer Power Point , einer CD mit dem Bildnis von Anne Frank zeigte der Gymnasiast seine Geschichtsaufarbeitung wie er es selber sah und wie es gewesen ist. „Eine tolle Sache“, meinte seine Mutter.

Am Ende der Präsentation sang der 14-jährige Nick Rädecke noch „Imagine“ – ein Friedenslied von John Lennon.

Von Linda Polenz

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