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Schkeuditz Schatulle mit LVZ und Gauchelwasser versenkt
Region Schkeuditz Schatulle mit LVZ und Gauchelwasser versenkt
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18:02 09.05.2019
Bürgermeister Lothar Dornbusch, Oberbürgermeister Rayk Bergner und Ortsvorsteher Thomas Druskat (v. l.) bei der Grundsteinlegung Quelle: Fotos: Linda Polenz
Schkeuditz

„Heute ist ein historisches Datum für Dölzig“, sagte Ortsvorsteher Thomas Druskat. „Heute ist die offizielle Grundsteinlegung für die neue Grundschule.“ Tatsächlich ist der Bau bereits weiter vorangeschritten, bisher habe es aber keine Möglichkeit für die Grundsteinlegung gegeben, hieß es von der Stadtverwaltung.

Stadträte, Ortschaftsräte, Dölziger und natürlich Kinder der Grundschule waren gestern Morgen dabei, als Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) eine Leipziger Volkszeitung vom gestrigen Tag, einige Dokumente und eine kleine Flasche Dölziger Gauchelwasser in eine Schatulle packte und diese in die Bodenplatte einließ. „Etwa 300 Kubikmeter Beton flossen in die Bodenplatte“, sagte er. „Und bisher sind etwa drei Tonnen Baustahl verbaut worden.“ Die Kosten der Schule belaufen sich auf etwa 4,5 Millionen Euro, von denen knapp vier Millionen die Stadt Schkeuditz trägt. Der Rest wird über Fördermittel aus den Programmen „Brücken in die Zukunft“ und „Leader“ finanziert. „Das ist eine Investition in die Zukunft Dölzigs“, so der Oberbürgermeister.

Wie berichtet, entsteht in unmittelbarer Nähe zur aktuellen Altbauschule ein kompletter Neubau. Zwar sei auch ein Anbau in Erwägung gezogen worden, der Stadtrat habe sich aber angesichts der zu erwartenden Schülerzahlen dann doch für einen kompletten Neubau entschieden. „In meiner Brust schlagen heute zwei Herzen“, so Ortsvorsteher Druskat. „Natürlich bin ich froh, dass wir hier dann eine schöne neue Grundschule haben. Aber in die alte Schule sind Generationen von Dölzigern, Rückmarsdorfern und Frankenheimern gegangen.“ Auch seine Mutter sei 1936 in eben diesem Gebäude eingeschult worden. Mittlerweile lerne die vierte Generation seiner Familie in der Dölziger Schule. „Da hängen schon viele Emotionen dran“, so Druskat.

Seit 1997 hätten die Dölziger zudem um ihre Schule gekämpft. „Dreimal sind Ausnahmegenehmigungen erteilt worden, damit der Schulbetrieb aufrecht erhalten werden konnte. Einmal ist uns von der Landesregierung die Mitwirkung entzogen worden“, erzählte Druskat. Letztlich hätten allerdings Ortschafts- und Stadträte jeweils gemeinsam um den Erhalt der Dölziger Einrichtung gekämpft – und gewonnen. Mittlerweile werden genügend Kinder geboren, wird an vielen Stellen gebaut, wächst der Ortsteil wie ganz Schkeuditz stetig.

Im Ortsteilzentrum konnten die Besucher sich die aktuellen Pläne des Neubaus und zwei Visualisierungen ansehen. In der Vergangenheit hatten die Ortschaftsräte bemängelt, zu wenig in die Planungen einbezogen worden zu sein. Entstehen wird ein zweigeschossiger Bau mit drei Treppen – eine im nördlichen, eine im mittleren und eine im südlichen Teil des Gebäudes. Um die erforderliche Barrierefreiheit zu gewährleisten, wird die Schule auch mit einem Aufzug ausgestattet.

Von Linda Polenz

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