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Schkeuditz Helios-Klinik startet Service-Offensive
Region Schkeuditz Helios-Klinik startet Service-Offensive
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16:08 08.05.2019
Service-Offensive der Helios-Klinik: Mit Kindern der „Villa Kunterbunt“ pflanzten Mitarbeiter gestern den Eingangsbereich bunt. Quelle: Foto: Helios Kliniken
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Schkeuditz

Pünktlich zum Termin hörte gestern Morgen der Regen auf. Pink, Lila, Rosa, Rot und Gelb – Besucher und Patienten der Helios-Klinik werden nun in verschiedenen Farben begrüßt. Mehr als 50 Geranien, Pelargonien, Petunien und andere Pflanzen zieren den Eingangsbereich des Krankenhauses. Die gestrige Pflanzaktion war der Auftakt zu einer Service- und Nähe-Offensive, die in den kommenden Wochen und Monaten die Vorteile einer kleineren Klinik in den Vordergrund rücken soll.

„Wir haben nur 150 Betten, sind für die Region aber dennoch unverzichtbar“, sagte Klinik-Geschäftsführerin Melanie Rosche einer derzeit laufenden Diskussion den Kampf an. „Die Qualität von Häusern mit der Anzahl der Betten in Verbindung zu bringen, ist völlig absurd.“ Gerade kleine Kliniken böten allerlei Vorteile, so Rosche. „Bei uns ist es eher familiär. Das sagen uns auch die Patienten.“ Man könne sicher über Qualität reden und sie auch messen, allerdings eben als medizinische Ergebnisqualität und nicht anhand der Bettenzahl. „Wir haben ein zertifiziertes Brustzentrum, ein Schmerzzentrum, ein Darmzentrum und ein Schilddrüsenzentrum, in dem wir jährlich 500 Operationen durchführen“, sagte Rosche. „Das muss uns erstmal einer nachmachen.“ Um gegen die pauschale Verurteilung von kleinen Häusern ein Zeichen zu setzen, werde es weitere Aktionen geben, kündigte Rosche an.

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Zudem werde auch am Klinikum selbst einiges investiert. „Wir werden unsere Notaufnahme umbauen“, erklärte sie. So werde der Bereich vergrößert und erhalte unter anderem eine Überwachungseinheit. „Die Planungsphase läuft jetzt, wir wollen gern Ende des nächsten Jahres fertig sein.“ Zudem sei eine Verbesserung der Nahverkehrsanbindung ans Klinikum geplant.

„Wir sind stolz und froh, die Helios-Klinik in der Stadt zu haben“, sagte Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) gestern. „Das ist auch ein klarer Standortfaktor.“ Die Betreuung der Patienten könne in Häusern mit weniger Betten viel näher am Menschen stattfinden, ist er sich sicher. „Bei der Diskussion um die Wirtschaftlichkeit kommt dieser Aspekt oft zu kurz.“ Zudem sei die Klinik ein großer Arbeitgeber in der Stadt – und damit auch ein Wirtschaftsfaktor. „Ich möchte die Helios-Klinik in der Stadt nicht mehr missen.“ Manchmal komme es auch darauf an, schnell medizinische Hilfe zu bekommen.

Dieser Punkt betreffe nicht nur die Schkeuditzer, so Klinikchefin Rosche. „In 30 Minuten ist man aus Leipzig und aus dem Norden hier. Und man erreicht uns per Bahn, Zug, Auto und dem Flugzeug.“ Die Nähe zum Flughafen habe die Klinik nun zum Anlass genommen, eine Reiseimpfsprechstunde einzurichten. Immer montags von 15 bis 18 Uhr erhalten Reiselustige Informationen zu den nötigen Impfungen in ihrem Reiseland.

Von Linda Polenz