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Schkeuditz Leipziger Verein Ukraine-Kontakt feiert 20. Geburtstag
Region Schkeuditz Leipziger Verein Ukraine-Kontakt feiert 20. Geburtstag
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11:03 13.05.2019
Blick über Kiew. Der Verein Ukraine-Kontakt kümmert sich seit 20 Jahren um Begegnungen zwischen Leipzigern und Kiewern. Quelle: Björn Meine
Kiew/Leipzig/Schkeuditz

Ob eine kommunale Partnerschaft funktioniert oder nicht – das hängt am Ende allein davon ab, ob sie von den Bürgern getragen wird, ob sie ein breites Fundament hat. Nur dann gibt es vielleicht auch mal stabile freundschaftliche Beziehungen in Politik und Verwaltung. Anders herum wird kein Schuh draus. Das zeigt etwa der Städtepartnerschaftsverein Leipzig-Travnik. Und das zeigt der 18 Mitglieder starke Verein Ukraine-Kontakt, der sich seit nunmehr 20 Jahren erfolgreich um Verbindungen zwischen Bürgern und Vereinen in Leipzig und Kiew bemüht.

Aufenthalte für 3000 Kinder organisiert

Kiew ist die älteste der Leipziger Städtepartnerschaften; sie existiert seit 1961. Richtig Fahrt aufgenommen hat die Sache aber erst durch den Verein Ukraine-Kontakt. Der hat bisher rund 3000 Kinder aus Kiew und Umgebung für Aufenthalte nach Sachsen geholt. Anfangs ging es dabei vor allem um Erholungszeiten für junge Leute aus der Umgebung rund um das havarierte Atomkraftwerk von Tschernobyl, dann um sozial schwache Familien. Seit etwa 2002 laufen die Besuche vor allem über Schulen. Jetzt gibt es die erste echte Schulpartnerschaft – mit der 149. Oberschule in Kiew. Beteiligt sind die Schkeuditzer Lessing-Oberschule sowie das Gymnasium Schkeuditz. Bis dato liefen die Besuche auf einer Einbahnstraße von Kiew nach Leipzig. „Im September fahren das erste Mal Schüler von hier nach dort“, sagt Renate Voigt, die sich freut, dass die Stadt Schkeuditz das Ganze unterstützt.

Verbindungen zwischen vielen Vereinen

Durch die Arbeit von Ukraine-Kontakt konnte die Freundschaft zwischen Leipzig und Kiew tiefe Wurzeln schlagen. Etliche Leipziger Vereine und Einrichtungen pflegen Verbindungen zu jeweils ähnlichen Gruppen in der Ukraine: der Sportclub Motor Gohlis Nord (Mogono), der Anker, der Verein „Haus Steinstraße“ oder das Kreativitätszentrum – um nur einige zu nennen. Seit vielen Jahren sind Kiewer Sportler bei den Lipsiaden dabei; jetzt schwebt Renate Voigt eine Kiewiade vor, zu der dann auch Leipziger Sportler anreisen. Und: Von September bis November werden Studenten aus Kiew und Leipzig in einem gemeinsamen Seminar die Friedliche Revolution in Leipzig von 1989 und die Maidan-Revolution von 2014 vergleichen. „Wir wollen weiter Kontakte vermitteln“, wirbt die Vereinschefin. Dabei muss es nicht um formelle Partnerschaften gehen. Auch lockere Verbindungen oder Projekttage für Vereine oder Jugendgruppen kann Ukraine-Kontakt anbahnen.

Auch Verwaltungen kooperieren

In Folge des Besuchs einer Leipziger Delegation um OBM Burkhard Jung (SPD) im März 2014 nach den Ereignissen auf dem Maidan ist auch Bewegung in die Verwaltungsbeziehungen gekommen. Mittlerweile gibt es verschiedene Kooperationen zwischen den sehr ungleichen Partnern – was die Größe betrifft. Die ukrainische Hauptstadt zählt knapp drei Millionen Einwohner, knapp 600 000 sind es in Leipzig.

Bürgerreise mit großem Programm steht allen offen

Aber Kraft und Stabilität kommen eben nur durch Begegnungen zwischen Bürgern in die Partnerschaft. Vom 21. bis 27. September kommt wieder eine Besuchergruppe vom Dnepr an die Pleiße. Und kurz danach organisiert der Verein Ukraine-Kontakt zusammen mit der Stadt die nächste Bürgerreise mit vielen individuellen Begegnungen in die andere Richtung. Vom 2. bis 8. Oktober geht es nach Kiew. Die Teilnahme kostet 795 Euro pro Person (im Doppelzimmer, Einzelzimmer-Aufpreis: 108 Euro). Im Preis enthalten: Flug ab und nach Leipzig, Übernachtung mit Frühstück im zentral gelegenen Mittelklassehotel Dnipro, umfangreiches Besichtigungsprogramm, Bootsfahrt auf dem Dnepr inklusive Mittagessen, komplette Reisebegleitung. Ebenfalls möglich: die Teilnahme am Kiewer Stadt-Marathon am 6. Oktober (separate Anmeldung). Infos und Anmeldung: Reisebüro Leipzig Tourist, Karl-Heine-Straße 56, Telefon: 35 52 82 22.

Weitere Infos über den Verein Ukraine-Kontakt und über Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme in die Ukraine unter http://begegnungen-leipzig-ukraine.de sowie per E-Mail: ukrainekontakt@t-online.de

Von Björn Meine

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