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Schkeuditz Riesenflieger Antonov An-225 wieder in Leipzig gelandet
Region Schkeuditz Riesenflieger Antonov An-225 wieder in Leipzig gelandet
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21:39 19.05.2016
Das größte, sich im Einsatz befindliche Flugzeug der Welt, die Antonov An-225, berührte bereits zum dritten Mal in diesem Jahr Schkeuditzer Boden. (Archivfoto)
Das größte, sich im Einsatz befindliche Flugzeug der Welt, die Antonov An-225, berührte bereits zum dritten Mal in diesem Jahr Schkeuditzer Boden. (Archivfoto)   Quelle: Leipzig report
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Schkeuditz

Mit dröhnenden Motoren ist die sechsstrahlige Antonov An-225 am Freitag Punkt 13.10 Uhr auf dem Airport Leipzig/Halle gelandet – bereits zum dritten Mal in diesem Jahr. Wie Flughafensprecher Uwe Schuhart mitteilte, war die ukrainische Transportmaschine am Morgen von ihrem Heimatflughafen in Kiew aus nach Schkeuditz aufgebrochen. Zurzeit werde der fliegende Riesenfrachter mit Maschinenteilen beladen, bevor er Sonnabendfrüh um acht Uhr mit 185 Tonnen an Bord zu seinem Zielflughafen in China abhebt.

„Leipzig/Halle, das ist schon fast der zweite Heimatflughafen“, findet Schuhart. Tatsächlich legt der „Koloss der Lüfte“ bereits zum 18. Mal einen Halt auf dem Schkeuditzer Airport ein. Zuletzt setzte er am 12. November für einen zweistündigen Tankstopp auf dem Rollfeld auf. Und Ankunft Nummer 19 ist bereits in Sicht: Am 18. Dezember soll der Großraumflieger dieselbe Route noch einmal fliegen und erneut den Landeplatz in Leipzigs Norden ansteuern, um schwere Fracht nach Fernost zu transportieren. Es wäre der vierte Besuch innerhalb von fünf Wochen. „Dass das so hochfrequentiert auftritt, ist schon selten“, sagt Schuhart. Im Jahr 2013 allerdings war die Antonov auch viermal zu Gast.

Damals wie heute wurde die Landung des Megajets am Flughafen Leipzig-Halle von dutzenden Schaulustigen begleitet – oft ausgestattet mit professionellen Kameras, um ein Erinnerungsfoto zu schießen. Die Antonov An-225 ist das größte, sich im Einsatz befindliche Flugzeug der Welt. Und mit einer Flügelspannweite von 88,4 Metern ist der massige Riese nicht nur für Technikliebhaber ein Augenschmaus: „Es ist zwar keine Neuheit mehr, aber für alle Flughafenmitarbeiter und Flugbegeisterten doch noch jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis“, so Schuhart.

Antonow An-225 – der Gigant der Lüfte

Die 84 Meter lange Antonov An-225 mit dem Namen „Mria“ (zu deutsch: „Traum“) gilt als Flugzeug der Superlative, das es mit bis zu 250 Tonnen Fracht aufnehmen kann. Fertiggestellt 1988, war es ursprünglich dafür ausgelegt, die sowjetische Buran – das Pendant zum US-amerikanischen Space Shuttle – Huckepack zu befördern. Nach dem Ende des Raumfahrtprogramms wurde der Flieger 1994 eingemottet, im Jahr 2001 dann wieder reaktiviert und in Dienst der ukrainischen Antonov Airlines als Transportmaschine gestellt. Mit einem aufklappbaren Bugdeckel und sechs Triebwerken ausgestattet, erreicht der Gigant eine Höchstgeschwindigkeit von 850 Kilometern pro Stunde. (bw)

Am kommenden Freitag wird der Rekordflieger aller Voraussicht nach wieder auf der Südbahn ankommen. Allerdings lässt sich Treiben diesmal wohl nicht aus nächster Nähe beobachten: Eine gesonderte Fototour wie im November werde es nämlich nicht geben. „Da diesmal Fracht verladen wird und die Maschine keinen Zwischenstopp wie beim letzten Mal einlegt“, erklärt Schuhart. Den besten Blick auf die Flughafen-Betonpiste werde sich wohl von der Aussichtsterrasse in 30 Metern Höhe bieten, wirbt er. Doch auch alle Zaungäste werden sicherlich in den Genuss des einzigartigen Flug-Exemplars kommen: Übersehen lässt sich der Riesenflieger wohl kaum.

Von Benjamin Winkler

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