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Schkeuditz Schkeuditz baut Breitband weiter aus
Region Schkeuditz Schkeuditz baut Breitband weiter aus
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17:49 22.03.2019
Geschafft: Die Stadtwerke Schkeuditz decken ihr Netz zu 100 Prozent mit Breitband ab – Kernstadt, Dölzig und Kleinliebenau mit schnellem Internet versorgt. Quelle: Foto: dpa
Schkeuditz

Vor zweieinhalb Jahren haben die Stadtwerke Schkeuditz (SWS) begonnen, die Stadt mit Breitband zu versorgen. Jetzt ist eine Abdeckung von 100 Prozent erreicht. Seit diesem Monat haben auch Dölzig und Kleinliebenau schnellstes Internet. Für dieses Jahr ist noch ein öffentliches WLAN in der Stadt geplant.

„Wir sind in Sachen Breitbandausbau ein Vorreiter in der Region“, ist sich Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) sicher. „Das ist ein wichtiger Standortfaktor und ein Vorteil in unserer Stadt.“ Im Jahr 2016 ist mit dem Ausbau in der Kernstadt begonnen worden, mit Dölzig und Kleinliebenau ist der Anschluss nun von den SWS komplettiert worden. „Wir haben uns um alle Ortsteile bemüht“, so SWS-Geschäftsführer Ingolf Gutsche. „Aber wir haben nur den Süden bekommen.“ Deshalb können nun Bewohner der Kernstadt sowie Kleinliebenau und Dölzig mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde surfen – so sie Kunden der Stadtwerke Schkeuditz sind oder werden.

„Derzeit nutzen mehr als 1000 Anschlüsse in der Kernstadt das Breitband“, berichtet Gutsche. In den beiden Ortsteilen seien es zusammen etwa 30 Kunden, da habe die Werbung jedoch auch erst kürzlich begonnen. „Zudem verfügen alle Verwaltungsgebäude und die städtischen Schulen über den entsprechenden Anschluss“, ergänzt Gutsche. Beim Gymnasium und dem Berufsschulzentrum, beide in Trägerschaft des Landkreises, befinde man sich diesbezüglich auf der Zielgeraden.

Dass nicht jeder das Angebot nutze, sei normal. „Manche beschäftigen sich einfach nicht mit dem Markt“, so Gutsche. „Denen reicht auch ein normaler Anschluss.“

Nun sei geplant, die Glasfaserkabel bis in die Häuser zu legen, so der OBM. „100 Megabit pro Sekunde sind schon schnell, aber eben auch nicht mehr zeitgemäß.“ Mit den Glasfaserkabeln in den einzelnen Häusern erhöhe sich die Geschwindigkeit des Netzes auf bis zu einem Gigabit pro Sekunde – das Zehnfache. „In Dölzig lagen bisher ein Megabit pro Sekunde an“, so Bergner. Der schnelle Ausbau – noch weit vor dem Förderprogramm, das derzeit in vielen Kommunen genutzt wird – sei vor allem möglich, weil das Netz im Wesentlichen der Stadt gehöre, erklärt der Oberbürgermeister. „Dadurch sind wir nicht von anderen abhängig.“

Wann immer eine Straßenbaumaßnahme in Schkeuditz begonnen werde, fügt Bürgermeister Lothar Dornbusch an, seien die SWS ebenfalls dabei und verlegten ihre Kabel. „Die Zusammenarbeit klappt super“, betont er. „Die Stadtwerke nehmen da wirklich Geld in die Hand und machen die Dinge einfach.“ Alle Gehwege, die im laufenden Betrieb aufgerissen und mit Kabeln versehen wurden, seien wieder so hergestellt worden wie vor der Maßnahme. „Ein Breitbandanschluss gehört zum Wohnen wie Wasser und Strom“, meint indes Oberbürgermeister Bergner. Es sei damals eine goldrichtige Entscheidung gewesen, das auf eigene Faust und ohne auf Fördermittel zu warten, voranzutreiben. „Dank der Unterstützung durch den Stadtrat ist uns das gelungen“, so Bergner. „Wir haben hier vor zweieinhalb Jahren ohne Frage die Zeichen der Zeit erkannt.“

Neben dem Glasfasernetzausbau sei zudem ein öffentliches WLAN in Schkeuditz geplant. „Das kommt in jedem Fall noch in diesem Jahr“, sagen SWS-Chef und Oberbürgermeister unisono. Wann genau, das sei allerdings derzeit noch offen.

Von Linda Polenz

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