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Schkeuditz Schkeuditz verliert drei Schulleiter
Region Schkeuditz Schkeuditz verliert drei Schulleiter
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16:00 01.07.2019
An der Lessing-Oberschule in Schkeuditz (vorn) gibt es einen Schulleiterwechsel. Früher nutzte die Schule das Gebäude des Gymnasiums (hinten). Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Großer Schulleiterwechsel in Schkeuditz: An drei Schulen wechseln die Führungspersonen. Steven Machlitt zieht es von der Thomas-Müntzer-Grundschule in Wehlitz ins Landesamt für Schule und Bildung (Lasub), Ute Leikenbach, die bisher die Leibniz-Grundschule leitete, und Maritta Sopart, Leiterin der Lessing-Oberschule, gehen in den Ruhestand. „Es wird keine der Schulen ins neue Schuljahr ohne Leitung gehen“, verspricht Lasub-Sprecher Roman Schulz. Allerdings steht die Nachfolge bei zwei der drei Schulen noch nicht fest.

Grundschule soll Kindern Kulturtechniken vermitteln

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Steven Machlitt. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe, aber ein Stück meines Herzens lasse ich natürlich hier.“ Fün

Steven Machlitt. Quelle: Michael Strohmeyer

f Jahre hat er die Thomas-Müntzer-Grundschule in Wehlitz geleitet, mit dem neuen Schuljahr wechselt er ins Referat 21 im Lasub. „Da bin ich dann der Ansprechpartner für die Schulleiter“, erklärt er. Für ihn sei an Grundschule wichtig, den Kindern Kulturtechniken zu vermitteln. „Lesen, Schreiben, Rechnen. Und ein friedvolles Miteinander“, so Machlitt. Das Unterrichten in Mathe, Deutsch, Sachunterricht und Werken werde ihm besonders fehlen.

Viele Herausforderungen in den vergangenen Jahren

Die Thomas-Müntzer-Grundschule sei eine hervorragende Einrichtung, die sich in den vergangenen Jahren immer mehr weiterentwickelt hat. „Nicht nur die Schülerzahlen sind um etwa 30 Prozent gestiegen“, so Machlitt. „Wir haben auch den Schulzoo zu einem Lernort für uns und andere Schulen entwickelt.“ Auch die Digitalisierung inklusive Multimedia-Tafeln sei eine Herausforderung gewesen. „Da haben wir die Kollegen zu den Schulungen geschickt, damit sie diese Möglichkeiten des Unterrichtens künftig auch nutzen können.“ Besonderes Highlight seien alljährlich die Schulfeste gewesen. „In Erinnerung habe ich vor allem mein erstes Schulfest hier behalten. Alljährlich konnten wir so noch einmal sehen, was wir mit den Kindern geschafft haben.“ Die Lehrer in der Schule seien ein Team, das zusammenhält.

Schülerin, Lehrerin und Leiterin – an derselben Schule

Das beobachtet auch Maritta Sopart an der Lessing-Oberschule. Sie hat „ihre“ Lessing bereits seit 1992 geleitet. Nachdem sie ni

Maritta Sopart. Quelle: Michael Strohmeyer

cht nur als Lehrerin an der Schule gearbeitet hat, sondern sie auch als Schüler besuchte. Damals noch im Gebäude, das heute das Gymnasium nutzt. „Deshalb gehe ich mit einem wirklich weinenden Auge“, sagt sie. „Aber man sollte aufhören, wenn die Zeit gekommen ist.“ Die sechste Klasse, in der sie Mathe unterrichtet, habe sie jedoch bereits gefragt, ob sie nicht einen Förderkurs anbieten könne. Oder bei der Prüfungsvorbereitung helfen. „So ganz wird es bei mir nicht ohne Schule gehen“, sagt sie lachend. „Aber das mache ich ja dann ehrenamtlich.“

Nichstun während der Sommerferien

Besonders werde ihr das herzliche Miteinander an der Schule fehlen. „Hier ist ein Zusammenhalt unter Kollegen, aber auch den Lehrern und Schülern. Das ist richtig toll“, meint sie. „Alle lernen voneinander und achten aufeinander.“ Sie wünsche den Kollegen, dass das auch in Zukunft so sein wird. „Mir werden alle hier sehr fehlen“, sagt die geborene Schkeuditzerin. „Aber ich freue mich auch auf die Dinge, die jetzt noch kommen.“ Vor allem wolle sie nun mit ihrem Mann zusammen reisen. „Und für meine drei Enkelkinder da sein“, so Sopart. Während der Sommerferien wolle sie jetzt aber zunächst einfach mal Nichtstun. „Dann habe ich einen kleinen Garten, um den ich mich kümmern kann“, sagt sie. Und zum Lesen und Radfahren sei sie sonst auch selten gekommen.

Bei den Schulfesten nach dem Rechten sehen

An Möglichkeiten der sinnvollen Freizeitbeschäftigung mangelt es auch bei Ute Leikenbach nicht. Bisher hat sie die Leibniz-Grundschule geleitet, künftig wird sie sich mit Handarbeiten und sportlichen Aktivitäten beschäftigen. „Meine Hobbys sind immer zu kurz gekommen“, sagt

Ute Leikenbach. Quelle: Michael Strohmeyer

sie. „Jetzt hab ich endlich dafür Zeit.“ Seit 1974 ist sie Lehrerin, seit 2001 an der Leibniz-Schule. „Unser großes Ziel hier ist das Lernen mit Kopf, Hand und Herz“, so Leikenbach. Neben ihrer Tätigkeit als Schulleiterin hat sie alljährlich das Völkerballturnier aller Schkeuditzer Grundschulen organisiert, geleitet und durchgeführt. „Ich hoffe, dass das weitergeführt wird“, sagt sie. Alljährlich wolle sie bei den Schulfesten vorbeikommen und schauen, was sich entwickelt hat, verspricht Leikenbach. „Vor allem muss ich jetzt aber erstmal lernen, dass ich, wenn ich früh um 4 Uhr wach bin, im Bett bleiben muss.“

Von Linda Polenz

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