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Schkeuditz Schkeuditzer Hort kann jetzt nur bedingt genutzt werden
Region Schkeuditz Schkeuditzer Hort kann jetzt nur bedingt genutzt werden
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12:09 18.02.2016
Der Schkeuditzer Hort „Haus der Elemente“ muss wegen eines Wasserschadens jetzt mehrere Wochen getrocknet werden. Quelle: Roland Heinrich
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Schkeuditz

„Es scheint kein guter Stern über dem Hort zu stehen“, sagte Schkeuditz’ Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) am Dienstag, als er zu dem erheblichen Wasserschaden in der städtischen Kindereinrichtung
„Haus der Elemente“ informierte (die LVZ berichtete). Wegen eines Materialfehlers war ein Wasserfilter im Raum für die Haustechnik geborsten und setzte
das Erdgeschoss unter Wasser. „Rund
14 Kubikmeter Wasser ergossen sich im Gebäude“, sagte Dornbusch. Das sind 14 000 Liter, also etwa 100 gefüllte Badewannen oder 1400 Standard-Wischeimer.

Bereits am 6. Februar vermutet die Stadt – wohl wegen der Wassermenge – das Auftreten des Schadens. „Wir haben den Schaden am Montag, dem 8. Februar, festgestellt und erste Schadensuntersuchungen durchgeführt. Seit dem Mittwoch stehen jetzt mehrere Trocknungsgeräte im Erdgeschoss“, informierte der Bürgermeister. Vor allem der etwas tiefer als das Erdgeschoss gelegene Speiseraum hätte gelitten.

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In Absprache mit dem Träger Deutsches Rotes Kreuz und mit der Leibniz-Grundschule konnte kurzfristig eine Lösung für die Betreuung der rund 190 Kinder konstruiert werden. „Wir mussten uns etwas einfallen lassen. 190 Kinder kann ich nicht einfach in anderen Einrichtungen unterbringen“, erwähnte Dornbusch. Glück im Unglück: In der benachbarten Leibnizschule hatten gerade die Ferien begonnen und ein kurzfristiger Umzug in jenes Haus konnte problemlos erfolgen.

In einem Brief, der vom Träger und der Stadt unterschrieben ist, werden die Eltern jetzt informiert, dass die Betreuung der Hortkinder vorrangig weiterhin in
der Grundschule stattfinden muss. „Die Trockner müssen weiterlaufen“, begründete Dornbusch. Er gehe von zunächst drei Wochen aus. Dann müsse geprüft werden, ob die Geräte ausgeschaltet werden können. In das Schkeuditzer Kulturhaus, das sich direkt neben dem Hort befindet, müssen die Kinder zum Essen gehen. „Das DRK stellt für die Begleitung und Betreuung eine zusätzliche Kraft zur Verfügung. Das wie bisher angebotene Wahlessen gibt es auch in der ,Sonne‘“, sagte Dornbusch.

Weshalb der Bürgermeister den Ende 2009 eröffneten neu gebauten Hort unter keinem guten Stern vermutet, liegt an einer ganze Reihe von Pannen. So mussten, weil es im Gebäude zu laut war, kurz nach der Eröffnung ein Akustikkonzept erarbeitet und schallschluckende Elemente nachgerüstet werden. Ein Rohrbruch setzte das Haus dann Ende 2012 schon einmal unter Wasser. Damals war die obere Etage des zweigeschossigen Baus betroffen. Die Hortkinder mussten über mehrere Wochen in die Leibnizschule ausweichen. „Auch an der Fassade des Gebäudes mussten wir schon nachbessern lassen“, ergänzte Dornbusch die Pannenliste.

Von Roland Heinrich