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Schkeuditz Schkeuditzer wollen Landesgartenschau
Region Schkeuditz Schkeuditzer wollen Landesgartenschau
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08:01 30.04.2019
Einen Vorgeschmack auf eine mögliche Gartenschau gab es am Wochenende zum Tag der offenen Gärtnerei. Die Gärtnerei Knauf lud alle Schkeuditzer und Gäste ein, die Gewächshäuser zu erkunden. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

 Noch ist es nur eine Idee, bald schon könnte sie Wirklichkeit werden: eine Landesgartenschau in Schkeuditz. Die CDU der Großen Kreisstadt hat diesen Punkt in ihr Wahlprogramm geschrieben – und zahlreiche Schkeuditzer sind begeistert von der Idee.

Die Landesgartenschau ist in diesem Jahr zu Gast in Frankenberg. „Das wäre auch für Schkeuditz eine tolle Sache“, meint Manfred Heumos, der Stadtverbandsvorsitzende der CDU. Nicht nur, dass brach liegende Flächen so eine Aufwertung bekommen könnten, es würde auch touristisch einen Aufschwung für Schkeuditz geben. „Die meisten kennen nur den Flughafen und DHL“, so Heumos. „Die Stadt wird eher als Industriestandort wahrgenommen.“ Mit einer Landesgartenschau könnte der Fokus noch einmal anders gesetzt werden.

Verschiedene Flächen in der Diskussion

In den sozialen Netzwerken wurde die Idee von den Schkeuditzern durchaus positiv aufgenommen. In einer geschlossenen Gruppe diskutierten die Bewohner bereits einige mögliche Standorte. „Für Aussagen darüber ist es noch zu früh“, bremst Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU). „Aber es gibt durchaus geeignete Flächen in der Stadt.“ So wurde unter anderem die Grünfläche zwischen Globana und der Gartenanlage diskutiert, aber auch der Friedhof in Altscherbitz und die Edelpelz-Industriebrache sind nach Ansicht vieler Schkeuditzer geeignet. „Wir stehen einer Landesgartenschau sehr offen gegenüber“, so Bergner. „Aber momentan ist es wirklich nur eine Idee.“

Bewerbung erst für 2028 wahrscheinlich

Ohnehin ginge das frühestens 2028 zu verwirklichen. „Jetzt ist die Schau in Frankenberg, die nächste ist 2022 in Torgau, das heißt, die nächste, die vergeben wird, findet im Jahr 2025 statt“, klärt Bergner auf. „Da die Vergabe aber sechs Jahre vorher, also in diesem Jahr ist, wird das für uns sicher zu kurzfristig.“ Zumal es fraglich sei, ob die Landesgartenschau zweimal nacheinander in dieselbe Region vergeben werde.

Grünen-Stadtrat überrascht von Diskussion

Überrascht von der Diskussion zeigt sich Grünen-Stadtrat Oliver Gossel. „Es fallen mir viele Dinge ein, die man in Schkeuditz machen kann“, sagt er. „Aber ich käme niemals auf die Idee einer Landesgartenschau.“ Schließlich, so Gossel, fänden diese Veranstaltungen vorwiegend in strukturschwachen Regionen statt. „Deshalb verstehe ich den Zusammenhang mit Schkeuditz nicht“, meint Gossel. „Wir haben hier keine wirtschaftlichen Probleme.“ Er wüsste nicht, wieso sich die Stadt auch finanziell solch ein Projekt aufbürden sollte.

Stadtrat müsste zustimmen

Dass die Kosten nicht zu vernachlässigen seien, merken auch einige Schkeuditzer in der Internet-Diskussion an. Demnach habe die Landesgartenschau in Frankenberg 25 Millionen Euro gekostet, da brauche es schon ein gutes Konzept, um das Geld wieder einzuspielen, heißt es. „Eine Landesgartenschau ist immer eine Bereicherung für die Stadt“, ist Oberbürgermeister Bergner sicher. „Ohnehin muss das Ganze ja im Fall der Fälle noch durch den Stadtrat. Aber ich freue mich, dass sich auch viele Schkeuditzer ein solches Projekt für unsere Stadt vorstellen können.“

Von Linda Polenz

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