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Schkeuditz Schotter und Unkraut – Glesien ist das Dorf der maroden Gehwege
Region Schkeuditz Schotter und Unkraut – Glesien ist das Dorf der maroden Gehwege
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07:01 23.07.2019
Die Fußwege in Glesien sind vielerorts in einem schlechten Zustand. Quelle: privat
Schkeuditz

Unkraut, Schotterwege, große Steine – die Fußwege in Glesien seien eine Zumutung, beschwert sich Anwohnerin Stephanie Walter. An einigen Stellen gebe es gleich gar keine. Im Rathaus ist das Problem bekannt, in der Vergangenheit seien aber die Prioritäten anders gesetzt worden.

„Ich könnte mich jeden Tag über die Fußwege in Glesien aufregen“, erzählt Stephanie Walter. Die junge Mutter kann den kürzesten Weg von ihrem Wohnhaus zur Kita nicht nutzen, weil auf dieser Straße „An der Kleinbahn“ gar kein Fußweg vorhanden ist. Da kann das Kind natürlich sein Laufrad nicht benutzen. Demnächst ist Stefanie Walter wieder mit dem Kinderwagen unterwegs. „Dann bleibt man am Umkraut oder an riesigen Steinen hängen“, erklärt sie. Wenn vorhanden, seien die Gehwege vor allem Schotterpisten, meint die Anwohnerin und fragt: „Kann man da nicht was machen?“

Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU), der ebenfalls in Glesien wohnt, bestätigt, „dass es dort sehr viele schlechte Gehwege gibt“. Demnächst werde die Karl-Liebknecht-Straße saniert, in diesem Zuge würden auch die Gehwege erneuert. Aber es gebe einen großen Unterschied zu den anderen Ortsteilen, so Bergner. „Zu Zeiten der Eigenständigkeit sind nur wenige Gehwege gebaut worden. In den vergangenen 16 Jahren lag der Schwerpunkt auf der Bildungsinfrastruktur.“ So seien viele Millionen Euro in die Schule investiert worden, derzeit werde die Sporthalle gemacht. „Das wird sich in den nächsten Jahren ändern“, so der Oberbürgermeister. „Da investieren wir auch viel Geld in die Straßen und Gehwege der Stadt.“ Grundlage dafür sei die Straßenprioritätenliste, auf der die Karl-Liebknecht-Straße in Glesien ganz oben stehe. „Darüber hinaus wird ein kleiner Bereich vor der Apotheke verkehrssicherer gestaltet“, erklärt Bergner. „Baubeginn dafür ist in Kürze.“ Dennoch dämpft der Oberbürgermeister zu hohe Erwartungen. „Nichtsdestotrotz wird es noch Jahre dauern, bis die Gehwege alle instand gesetzt sind.“ Schließlich sei der Schkeuditzer Haushalt in seinem Volumen begrenzt.

Von Linda Polenz

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