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Schkeuditz Sechs neue Räume für die Lessing-Oberschule
Region Schkeuditz Sechs neue Räume für die Lessing-Oberschule
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14:01 07.09.2019
Die Lessing-Oberschule in Schkeuditz wird zu klein. Deshalb soll sie einen Anbau bekommen. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Mehr als 1000 neue Wohneinheiten entstehen in Schkeuditz bis zum Jahr 2025. Das stellt die Stadt vor große Herausforderungen. Denn: Dafür muss die Infrastruktur geschaffen werden. Neben Kita- und Grundschulplätzen muss nun auch die Oberschule erweitert werden. Entsprechende Planungsmittel brachte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung auf den Weg.

„Volle Unterstützung des Landesamtes“

Sechs neue Klassenräume sollen entstehen, durch die veränderte Schülerzahl komme noch eine neue Mensa hinzu, weil die alte zu klein werde, erklärte Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) auf Nachfrage der LVZ. Bereits im vergangenen Jahr seien die Stadtverantwortlichen auf das Landesamt für Schule und Bildung zugegangen und habe angemeldet, dass Schulanbauten benötigt werden. „Damals ging es noch um die Grundschulen“, so Bergner. Als Antwort habe die Stadt bekommen, dass zunächst die Doppelnutzung der Räume mit dem Hort als Maßnahme genutzt werden solle, bevor Fördermittel beantragt werden könnten. „In diesem Jahr sieht das alles anders aus“, sagte der Oberbürgermeister. „Wir haben die volle Unterstützung des Landesamtes.“

Ab 2021/22 jährlich ein Klassenzimmer mehr nötig

Die Kapazität der Lessing-Oberschule ist bereits seit diesem Schuljahr erschöpft. „Es gibt auch keine Ausweichmöglichkeiten in angrenzende Räumlichkeiten“, so Bergner. „Deshalb besteht umgehender Handlungsbedarf zur Schaffung zusätzlicher Unterrichtsräume.“ Die Verwaltung gehe davon aus, dass ab dem Schuljahr 2021/22 jährlich ein Klassenzimmer zusätzlich benötigt wird. „Ab da gehen wir von einer durchgängigen Vierzügigkeit der Lessing-Oberschule aus“, so Bergner.

Anbau-Pläne werden im Stadtrat vorgestellt

Während im kommenden Jahr noch mit 79 Kindern in Klasse 5 gerechnet wird, werden es im Schuljahr 2021/22 schon 95 Jungen und Mädchen sein. Im darauffolgenden Jahr rechnen die Planer mit 103 Kindern, im Schuljahr 2026/27 gar mit 127 neuen Fünftklässlern. „Wir müssen jetzt anfangen zu planen“, sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler). Dafür hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung bereits 70 000 Euro Planungskosten genehmigt. Davon ist unter anderem ein Architektenbüro beauftragt worden, um noch bis zum 1. September Planungsunterlagen zur Beantragung von Fördermitteln erstellen zu lassen. „Damit konnten wir den Fördermittelantrag noch in diesem Jahr stellen“, so Dornbusch. Die Planer haben mehrere Varianten eines Anbaus betrachtet, in der nächsten Stadtratssitzung am Donnerstag werden die Pläne den Stadträten und der Öffentlichkeit vorgestellt. „Es ist eine aus unserer Sicht gute Lösung gefunden worden“, meinte der Oberbürgermeister.

Werden die Räume reichen?

Ob die sechs neuen Unterrichtsräume reichen, könne noch keiner sagen. „Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus“, so Bergner. Dabei nehme man in der Verwaltung eine Wechselquote von 50 Prozent der Grundschüler auf die Oberschüler an. „Ob sich an dieser Quote in den kommenden Jahren etwas ändert, können wir natürlich nicht sagen oder kalkulieren“, meinte der Oberbürgermeister. Auch ein signifikanter Zuzug von Familien mit Oberschülern sei nicht ausgeschlossen.

Fördermittel ungewiss

Derzeit wird an der Oberschule ein Fahrstuhl installiert, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Das Projekt sei mit Fördermitteln realisiert worden, erklärte der Oberbürgermeister. „Und natürlich hoffen wir jetzt, dass wir auch die Fördermittel für den Anbau der Oberschule bekommen.“ Gesichert sei das allerdings nicht. Falls die Mittel abgelehnt werden, müsste Schkeuditz auf eigene Kosten anbauen.

Von Linda Polenz

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