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Schkeuditz Privater Sicherheitsdienst: Streifendienst in Schkeuditz wird verlängert
Region Schkeuditz Privater Sicherheitsdienst: Streifendienst in Schkeuditz wird verlängert
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11:54 16.02.2019
Der Sicherheitsdienst sichert auch den Heimweg der Bürger, die mit der letzten Bahn des Tages in Schkeuditz ankommen. Quelle: Roland Heinrich
Schkeuditz

 Sie sorgen dafür, dass sich die Schkeuditzer abends und nachts sicherer fühlen: Die beiden Mitarbeiter einer privaten Wach- und Schließgesellschaft (WSG), die Nacht für Nacht durch bestimmte Gebiete Streife laufen. Am Donnerstagabend beschlossen die Stadträte, dass der Service bis zum Ende des Jahres verlängert wird. Die Streife ist täglich von 22 bis 6 Uhr unterwegs.

Es sei eine Erfolgsgeschichte, berichtete Daniel Balke von der WSG den Stadträten. „Es hat sich in diesen Bereichen viel getan“, sagte er. „Aber es wäre ja schlimm, wenn das nicht so wäre, schließlich sind wir da ja unterwegs.“ Als Beispiele nannte er den Rückgang von Sachbeschädigungen und Diebstählen, Kellereinbrüche gebe es nicht mehr und auch die Nachtruhe werde eingehalten. „Insgesamt gibt es jetzt ein höheres Sicherheitsgefühl bei der Bevölkerung“, so Balke. „Und der Drogen-Umschlagplatz am Friedhof ist auch weg.“ Zudem seien die Mitarbeiter vor Ort, wenn abends die letzte Straßenbahn in Schkeuditz ankommt, damit die Leute sicher nach Hause kommen.

Die Verwaltung bestätigt in der Vorlage diese Einschätzung: „Das Ziel des Streifendienstes, Ordnungsstörungen und Straftaten zu verhindern, wurde aus Sicht der Stadtverwaltung erreicht.“ Insgesamt soll die Verlängerung bis zum 31. Dezember 105 000 Euro kosten, die Vereinigte Leipziger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft beteiligt sich mit 2962,50 Euro monatlich an den Kosten, die Schkeuditzer Wohnungs- und Verwaltungsgesellschaft steuert 1000 Euro bei.

Dennoch koste der Service die Stadt zu viel, meinte Stadtrat Heiko Lichtenberger (Freie Wähler). „Wir leisten uns hier einen großen Luxus“, sagte er. „Das ist eine hohe Summe in einem eng gestrickten Haushalt.“ Fraktionskollege Werner Dreßler findet „es gut, auch wenn es Geld kostet“. Auch Bärbel Kinski (ebenfalls Freie Wähler) sieht den Streifendienst positiv. „Die Bürger fühlen sich sicherer, wenn jemand da ist, wenn sie beispielsweise vom Schichtdienst an der Bahnhaltestelle ankommen“, erklärte sie. „Aber stehen die Mitarbeiter denn auch an der S-Bahn?“ Das sei bisher nicht Teil der Vereinbarung mit der Stadtverwaltung, so Balke. „Aber das ließe sich natürlich mit einer entsprechenden Erweiterung machen.“

Wie der Streifendienst ausgestattet sei, wollte CDU-Stadtrat Michael Jung wissen. „Die Mitarbeiter haben Stichschutzwesten und können natürlich mittels Kleidung Wind und Wetter trotzen“, so Balke. „Aber sie tragen keine Waffen. Das ist ein Credo unseres Unternehmens.“ Schließlich sei man keine Rambo-Security, sondern vor Ort, um zu deeskalieren. „Und wir würden mit Waffen auch das Gebiet des Rechts.“ Hoheitsrechte habe nur die Polizei, mit der die WSG jedoch gut zusammenarbeitet. Im Fall der Fälle seien die Beamten schnell vor Ort.

„In erster Linie hat die Polizei die Aufgabe, für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu sorgen“, heißt es auch in der Stadtratsvorlage. Und weiter: „Für die lokale Sicherheit hat aber auch die Stadt Sorge zu tragen. Diese Verpflichtung ist Teil der kommunalen Daseinsfürsorge.“ Die Auswertungen der letzten fünf Monate mit Polizei und den beteiligten Wohnungsgesellschaften hätten gezeigt, dass sich Bürgerinnen und Bürger sehr positiv über den Streifendienst äußern.

Am Ende wurde die Verlängerung des Vertrages mit der WSG mit drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen mehrheitlich im Stadtrat beschlossen.

Von Linda Polenz

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