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Schkeuditz Tödlicher Raubüberfall in Schkeuditz: Prozess verzögert sich
Region Schkeuditz Tödlicher Raubüberfall in Schkeuditz: Prozess verzögert sich
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06:57 14.09.2019
Zum Gedenken: Blumen und Kerzen erinnern an die nach dem Raubüberfall vom 23. Februar 2019 verstorbene 88-jährige Schkeuditzerin. Quelle: Michael Strohmeyer
Leipzig/Schkeuditz

Der Prozess um zwei Raubüberfälle in Schkeuditz – einem davon mit Todesfolge – dauert länger als ursprünglich geplant. Verantworten muss sich ein 18-jähriger Angeklagter am Landgericht Leipzig. Gerichtssprecher Hans Jagenlauf zufolge hat die 2. Strafkammer bis 4. November noch vier weitere Termine anberaumt. Über die Gründe machte er keine Angaben. Zunächst war der Abschluss für diese Woche vorgesehen. Wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten zur Tatzeit findet der Prozess von Beginn an unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Schwerste Verletzungen

Die Staatsanwaltschaft lastet Jaragi A. besonders schweren Raub und gefährliche Körperverletzung sowie Raub mit Todesfolge an. Der damals noch 17-Jährige soll am 31. Januar dieses Jahres einer 86-Jährigen in der Zeppelinstraße gewaltsam die Handtasche entrissen haben, woraufhin die Seniorin stürzte. Laut Polizei war der Täter direkt auf das Opfer zugegangen und hatte im Vorbeigehen an der Tasche gezerrt. Diese wurde wiedergefunden. „Es fehlte nichts, Bargeld hatte die Rentnerin nicht dabei“, hieß es damals. Aufgrund von Arm-Frakturen kam die Schwerverletzte in die Klinik.

Angriff von hinten

Zudem steht Jaragi A. unter Verdacht, drei Wochen später eine weitere hochbetagte Frau massiv attackiert zu haben. Laut Gerichtssprecher Jagenlauf soll der gebürtige Russe, der in Schkeuditz gewohnt hat, am 23. Februar eine 88-jährige Anwohnerin in der Robert-Koch-Straße „von hinten niedergerissen“ haben. Sein Ziel: ihre Tasche. Die Seniorin erlitt bei ihrem Sturz mehrere Frakturen – am Becken und an den Armen – , sodass sie in einem Krankenhaus aufgenommen werden musste. Vier Tage später starb Ilse K. dort infolge der schweren Verletzungen an Herzversagen.

Angeklagter seit März in U-Haft

Der Fall löste in Schkeuditz große Bestürzung aus. Anwohner gedachten der Verstorbenen, legten Blumen nieder und entzündeten Kerzen dort, wo die 88-Jährige so gern gesessen hatte – auf einer Bank im Wohngebiet. Wie berichtet, soll Ilse K. zuvor schon einmal – Ende 2018 – Opfer eines Räubers geworden sein. Zum Jahreswechsel hatte eine Serie brutaler Überfälle für Angst und Schrecken gesorgt. Die Staatsanwaltschaft wirft Jaragi A. zwei schwere Angriffe vor. Er sitzt seit 14. März in Untersuchungshaft.

Von S.K./F.D.

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