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Schkeuditz Unternehmen und Stadt bauen Kita zusammen
Region Schkeuditz Unternehmen und Stadt bauen Kita zusammen
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16:01 12.06.2019
An der Schkeuditzer Käthe-Kollwitz-Straße entsteht eine Kita für 150 Kinder. Schon jetzt sind die Plätze belegt. Deshalb sucht die Stadt nach neuen Konzepten. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

In Sachen Kita müssen sich die Kommunen künftig etwas einfallen lassen – insbesondere, wenn die Städte schneller wachsen, als sich ein Neubau realisieren lässt. Schkeuditz geht nun einen ganz eigenen Weg: So der Stadtrat zustimmt, teilt sich die Stadt künftig eine Kita mit verschiedenen Unternehmen.

Projekt sachsenweit einzigartig

Solch ein Modell gebe es in ganz Sachsen noch nicht, meint Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU). Die geplante Umsetzung folge vielmehr einem Beispiel aus Weimar, wie der Beschlussvorlage zu entnehmen ist. „Im vergangenen Jahr traten mehrere Firmen mit dem Anliegen, Kinderbetreuungsplätze für ihre Mitarbeiter bereitzustellen, an die Stadt Schkeuditz heran“, heißt es in der Begründung zur Vorlage. Allerdings kann die Stadt, wie berichtet, schon die nötigen Plätze für die eigene Bevölkerung nicht sicherstellen. „Deswegen war es nötig, sich neue Konzepte einfallen zu lassen“, so der Oberbürgermeister.

Träger ist schon gefunden

Es habe bereits erste Beratungen zwischen der Stadt und den interessierten Unternehmen gegeben. Neben den Stadtwerken Schkeuditz, dem Flughafen und DHL hätten auch das Krankenhaus Altscherbitz und die Helios-Klinik Interesse an einem solchen Projekt bekundet. „Voraussetzung für die Umsetzung war die Bereitschaft eines Trägers, die Koordination der Vorbereitungsarbeiten sowie die Trägerschaft der Kindereinrichtung zu übernehmen“, heißt es in der Beschlussvorlage. Mit dem Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Leipziger Land, habe bereits ein Träger die Bereitschaft zur Übernahme dieser Aufgabe signalisiert.

Wenn der Stadtrat am Donnerstag in seiner Sitzung zustimmt, ermächtigt er die Stadt, im Arbeitsgremium zum Neubau einer Kindertagesstätte mit betrieblichen Belegplätzen und Plätzen für die Stadt mitzuarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung soll dann unterzeichnet werden. Zudem wird die Stadt mit Zustimmung zum Beschluss beauftragt, notwendige Änderungen in Bebauungsplänen vorzubereiten.

30 000 Euro Baukosten pro Platz

Konkret geht es um eine Kita mit 100 Plätzen, wovon etwa die Hälfte die Stadt bekommen soll. Pro Platz werden etwa 30 000 Euro Baukosten veranschlagt, die je nach gewünschter Platzanzahl auch von den Unternehmen getragen werden sollen. Ein Grundstück scheint auch schon gefunden. „Wir haben eine Fläche an der Leipziger Straße im Auge“, so Bergner auf Nachfrage der LVZ. Eine ehemalige Gartenanlage, die umgewidmet werden müsste.

Schnelle Umsetzung geplant

Allerdings gibt es auch Fragen, die noch nicht geklärt sind. So hätten einige Unternehmen bereits signalisiert, dass die normalen Öffnungszeiten zur Betreuung der Kinder ihrer Mitarbeiter nicht ausreichen würden. „Da müssen wir Gespräche mit dem Jugendamt führen und das auch rechtlich abklären lassen“, erklärt Bergner. Doch die Zeit drängt. Nicht nur Schkeuditz braucht dringend die Betreuungsplätze. „Alle Projektpartner gehen von einer schnellen Umsetzung aus, um für künftige Arbeitnehmer die Annahme eines Arbeitsplatzes in Schkeuditz noch attraktiver gestalten zu können“, steht in der Vorlage.

Ein wenig bremst der Oberbürgermeister dann aber doch die Euphorie. „Das ist ein sehr ehrgeiziges Projekt“, sagt er. „Ob es zum Erfolg führt, kann heute noch keiner sagen.“

Von Linda Polenz

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