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Schkeuditz Unterricht in praktisch
Region Schkeuditz Unterricht in praktisch
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11:01 30.06.2019
Schüler der achten Klasse besuchten die Feuerwehr Schkeuditz, um theoretisch und praktisch den Umgang mit Feuer zu lernen. Quelle: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Unterricht mal anders: Die achten Klassen des Gymnasiums Schkeuditz machten sich auf zur Feuerwehr. Seit drei Jahren gibt es die Kooperation zum praxisnahen Unterricht. Gezeigt wird, was für Auswirkungen ein Brand haben kann.

In diesem Jahr übernahm der Ausbilder der Höhenrettungsgruppe und Gruppenführer, Tino Sommer, den Job, die Jugendlichen aufzuklären. Im Schulungsraum der Feuerwehr erklärte er ihnen den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern. Zudem erfuhren die Schülerinnen und Schüler, welche Brandklassen es gibt und mit welchen Löschmitteln diese Brände bekämpft werden können. „Es gibt ja nicht nur Wasser“, so Sommer. „Zum Brandbekämpfen können auch Pulver, Schaumwassergemisch, Sand oder Kohlendioxid verwendet werden.“ Anders als ein Feuer könne man Strom und Spannung nicht sehen, dennoch gebe es auch elektrische Unfälle, erklärte der Kamerad. „Deshalb darf man freiliegende elektrische Leitungen nicht anfassen.“ Auch auf Hochspannungsmasten zu klettern, sei keine gute Idee.

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Nach einer Stunde Theorie ging es an die Praxis. Kamerad Sommer zeigte, welche Auswirkungen ein Fettbrand haben kann – und was passiert, wenn man versucht, ihn mit Wasser zu löschen. Eine riesige Stichflamme und Temperaturen von mehr als 500 Grad Celsius waren die Folge. „Es ist toll, dass wir hier sowas erleben können“, meinte der 14-jährige Julius Müller, der mittels Wärmebildkamera die steigenden Temperaturen beobachtete. „Solche Experimente gehen in den Fachunterrichtsräumen nicht“, sagte Lehrer Matthias Stender. „Deshalb ein großes Dankeschön an die Feuerwehr.“ lp

Von Linda Polenz