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Schkeuditz Verdächtiger Brief in Schkeuditz: Kein Milzbranderreger festgestellt - Polizei ermittelt
Region Schkeuditz Verdächtiger Brief in Schkeuditz: Kein Milzbranderreger festgestellt - Polizei ermittelt
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15:27 17.07.2015
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Auch ein anderer gefährlicher Stoff habe sich in der weißen Substanz nicht gefunden, sagte Rayk Bergner, Sprecher des Landratsamtes Nordsachsen, am Montag gegenüber LVZ-Online. Worum es sich aber genau handele, habe die Landesuntersuchungsanstalt nicht mitgeteilt. Nachdem das Haus im Laufe des Montags noch gesperrt war, darf es inzwischen wieder betreten werden. „Das Gebäude ist gegen 16 Uhr von der Polizei freigegeben worden“, so Bergner.  

Am Freitag war in dem Bürogebäude am Schkeuditzer Roßberg ein verdächtiger Brief von einer automatischen Brieföffnermaschine geöffnet worden. Weißes Pulver rieselte heraus. Daraufhin wurde das Haus evakuiert, zwischen 500 und 600 Personen in Sicherheit gebracht. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei war vor Ort. Da zunächst nicht klar war, ob die Substanz gefährlich ist, ging man zunächst vom schlimmsten Fall, Milzbrand, aus.

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Während für das Landratsamt mit der Entwarnung aus medizinischer Sicht die Untersuchungen zunächst abgeschlossen sind, geht für die Polizei die Arbeit weiter. „Es wurde Strafanzeige gestellt, die Kripo ermittelt“, sagte Peter Kampnik, Polizeiführer vom Dienst bei der Polizeidirektion Westsachsen. Zu einer möglichen heißen Spur oder Hinweisen zum Täter wollte er sich aufgrund des laufenden Verfahrens nicht äußern. Vor Ort seien Spuren gesichert worden, die nun ausgewertet werden, so Kampnik.