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Taucha AC Taucha will erfolgreiche Ringer-Tradition neu aufleben lassen
Region Taucha AC Taucha will erfolgreiche Ringer-Tradition neu aufleben lassen
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10:01 07.12.2019
Es kommen wieder mehr Zuschauer, wenn Tauchas Kampfsportler nach ihrem Neuanfang als eigenständiges Team in der Mehrzweckhalle in spannenden Duellen die Gegner niederringen. Quelle: Verein
Taucha

Seit über 90 Jahren gibt es die Sportart Ringen in Taucha. Bis in die frühen 2000er-Jahre waren die Kämpfe der Parthestädter ein Zuschauer-Magnet und liefen mit 600 bis 700 Besuchern sogar den Fußballern den Rang ab. Zuletzt ist es um die Mattensportler allerdings etwas ruhiger geworden. Doch das soll sich nun wieder ändern, kündigt Ringen-Abteilungsleiter Sascha Wendt vom AC Taucha 1990 an. Der Neuanfang zeige schon erste Erfolge.

Heute volles Programm

Grund genug, dass am Sonnabend, 7. Dezember, diese in Taucha so traditionsreiche Sportart bei den letzten beiden Kämpfen der Saison wieder auf reichlich Zuschauer hoffen darf. Zunächst ist ab 18 Uhr der Landesliga-Tabellenführer Erzgebirge Aue zu Gast. Nach diesen neun Duellen folgt ab 19.30 Uhr der Mannschaftskampf gegen Gelenau. Die im Neuaufbau befindliche Ringerriege um Trainer André Keller verspricht wieder rassige Kämpfe und will so oft wie möglich als Sieger von der Matte gehen. Diesbezüglich waren die Zuschauer einst mit den Tauchaer Ringer-Assen in der 2. Bundesliga verwöhnt. Spannende Kämpfe brachten die Halle zum Kochen. Mit viel Herz wird auch jetzt wieder gekämpft, doch an die großen Zeiten kann das aktuelle und auf dem sechsten Platz liegende Landesliga-Team noch nicht anknüpfen. „In dieser Saison konnte die Mannschaft nicht immer ausgeglichen besetzt werden, sodass es lediglich für drei Mannschaftssiege reichte. Das wird in der nächsten Saison besser“, ist sich Wendt sicher.

Nachwuchs schon erfolgreich

Nach dem Ende der Wettkampfgemeinschaft Leipzig/Taucha agieren die Parthestädter seit 2015 wieder aus eigener Kraft. „Wir wollen vor allem mit erfolgreicher Nachwuchsarbeit dem traditionsreichen Ringersport in Taucha wieder einen Aufschwung bescheren, die Mannschaft stabilisieren, um Podestplätze mitmischen und bei den Heimkämpfen wieder um die 200 Zuschauer anlocken“, umreißt Wendt die Ziele. Da Eishockey jetzt von Taucha nach Leipzig gezogen ist, hält er es für realistisch, die Sportfreunde wieder mehr für das Ringen zu begeistern. Der heute 44-Jährige Wendt stand selbst 30 Jahre auf der Matte und hält Ringen für die kompletteste Sportart, gerade für Kinder und Jugendliche. Sie vereine Beweglichkeit, Kraft und Koordination. Vier ehrenamtliche Trainer um Andreas Heyer kümmern sich bereits erfolgreich um den 25-köpfigen Nachwuchs, halten die Jugendlichen mit drei Trainingstagen in der Woche bei der Stange.

Verstärkungen im Januar

Erste Erfolge bei Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften und wachsende Zuschauerzahlen zeigen, dass der AC auf dem richtigen Weg ist. „Im Januar wollen wir den nächsten Schritt machen“, so Wendt. Bisher gebe es Probleme, die Gewichtsklassen bis 87 kg und bis 96 Kg zu besetzen. Da müssen manchmal zum Beispiel noch die alten Ringer-Haudegen Tino „Kölle“ Köllmann und Thomas „Baumi“ Baumann ran, beide Mitte 40. Deshalb werde über Verstärkungen nachgedacht. „Doch die kosten Geld, umso wichtiger ist es, eigenen Nachwuchs nach oben zu führen. Von den 18 Lizenzringern in den Mannschaften kommen 14 aus den eigenen Reihen“, erklärt Wendt.

Von Olaf Barth

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