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Taucha BMW-Werk arbeitet mit Nabu für Erhalt von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere zusammen
Region Taucha BMW-Werk arbeitet mit Nabu für Erhalt von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere zusammen
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15:01 10.06.2019
Steffen Wagner (links) und Felix Körner mit dem ersten Nistkasten bei der bei gemeinsamen Aktion im BMW-Gelände. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
Leipzig/Taucha

Wenn im Zusammenhang mit der Fahrzeugindustrie von Schwalbe, Spatz oder Star die Rede ist, dann weiß der Kenner, dass es sich dabei um DDR-Mopeds aus der Simson-Vogelserie handelt. Dass auch die Automarke BMW einen Bezug zur Vogelwelt haben kann, zeigt sich in der Nachhaltigkeitsstrategie des BMW-Werkes Leipzig. Davon zeugen eine Vielzahl von Projekten zum Natur- und Artenschutz in Flora und Fauna im und um das Werk im Leipziger Norden, in der Nachbarschaft des Tauchaer Ortsteiles Merkwitz.

„Ziel dabei ist, die zur Verfügung stehenden Flächen ökologisch hochwertig zu nutzen, indem Lebensräume für verschiedenste Pflanzen und Tierarten geschaffen werden“, so Felix Körner vom Bereich für Arbeitssicherheit, Ergonomie und Umweltschutz des Leipziger Werkes.

Nisthilfen im Werksgelände

Seit 2017 kooperiert das Werk mit dem Regionalverband Leipzig des Naturschutzbundes (Nabu). unlängst hing Steffen Wagner vom Vorstand der Nabu-Ortsgruppe Plaußig-Portitz gemeinsam mit dem BMW-Umweltexperten an Bäumen auf der Grünfläche an der Straße Am Schenkenberg 30 Nistkästen auf. Der Kasten „A  001“ hängt nun am Baum 14 241, wie das im Baumkataster ausgewiesen und sogar per GPS erfasst ist. „Wir setzen damit unser Programm fort, denn im Werksbereich haben wir schon 124 Nistkästen angebracht. Die Vögel sollen hier heimisch werden“, erklärte Wagner. Die Nisthilfen im Werksgelände würden sehr gut durch unterschiedliche Vogelarten angenommen, wie das Monitoring der Belegung ergeben habe. Die Niststätte der Turmfalken werde zudem auch per Webcam beobachtet.

„Bei ökologischen Werksführungen für Mitarbeiter, Schulklassen und Besuchergruppen informieren wir anschaulich über die Vielzahl unserer unterschiedlichen Naturschutzprojekte und die Gestaltung der Lebensräume für verschiedenste Insekten und Tiere. Dabei erfahren die Teilnehmer, dass auf unserem Gelände sogar 20 Bienenstöcke stehen, die von der Leipziger Imkerei Beer bewirtschaftet werden“, informierte Umweltfachmann Körner.

Schaufenster für den Naturschutz

Der Nachhaltigkeitsgedanke habe schon in der Planungsphase eine wichtige Rolle gespielt und sei nach der Inbetriebnahme des Werkes 2005 auch zielstrebig und großflächig umgesetzt worden. Auf dem Nabu-Biotop Plaußig wachsen zudem durch Unterstützung des BMW-Werkes Bäume, Sträucher und Blühwiesen, die mit ihren Wild- und Kulturarten sowie Insektenhotels eine wichtige Nahrungsgrundlage und Brutmöglichkeiten für viele fliegende und schwebende Insekten bieten.

„Das ist unser Schaufenster, wo wir zeigen wollen, mit welchen einfachen Möglichkeiten etwas für die Erhaltung der Artenvielfalt und gegen das Insektensterben getan werden kann“, warb Nabu-Mitglied Wagner. In einen Biotop-Verbund, dem unter anderem das BMW-Werk, der Nabu-Regionalverband, der Zweckverband Parthenaue, die Saat-Gut Plaußig Voges KG, Imkereien, die Abteilung Stadtforsten der Stadt Leipzig, Naturschützer und die Stadtschäferin angehören, sei man gegenwärtig dabei, möglichst viele Ideen, Mittel und Kräfte zu bündeln und zu koordinieren.

Von Reinhard Rädler

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