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Taucha Bereich Portitzer Straße/B 87 wird komplett neu gebaut und erweitert
Region Taucha Bereich Portitzer Straße/B 87 wird komplett neu gebaut und erweitert
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17:00 12.02.2019
In diesem Bereich wird die Portitzer Straße grundhaft ausgebaut. Die Verkehrsinsel wird kleiner, dafür gibt es neue Fahrspuren von und zur B 87. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

„In dieser Woche werden wir mit dem Lasuv eine Planungsvereinbarung unterzeichnen“, erklärt der zuständige Sachbearbeiter Helge Zacharias aus dem Tauchaer Fachbereich Bauwesen. Damit übernimmt Taucha nun das Heft des Handelns und entlastet so das für eine schnelle Lösung personell überforderte Lasuv. „Zwar sind auch wir personell ausgelastet, aber wir nehmen die Aufgabe an, weil wir wollen, dass es voran geht. Die verkehrliche Situation ist einfach zu angespannt“, begründet Bürgermeister Tobias Meier (FDP) den Schritt.

Ein Übergang fällt weg

Bisher hieß es bezüglich des avisierten Kreuzungsausbaus seitens Lasuv und Stadt lediglich:„Wir sind im Gespräch.“ Das hatte bei LVZ-Lesern angesichts der bevorstehenden Tunnelfreigabe und eines befürchteten Verkehrschaos Kritik ausgelöst. Denn spätestens Anfang November soll der Verkehr ungehindert durch die Portitzer Straße rollen können und dann auf die viel befahrene B 87 treffen. Verschärfen wird sich die Situation durch zunehmenden Verkehr, weil nach der Tunnelfreigabe die Deutsche Bahn die Handkurbel-Schranke im Gerichtsweg ersatzlos außer Betrieb nimmt und den Übergang schließt.

Damit ist das von der Bahnlinie geteilte Taucha für Kraftfahrzeuge dann nur noch durch den Tunnel in der Portitzer Straße oder über den beschrankten Bahnübergang in der Graßdorfer Straße miteinander verbunden. Schon jetzt ist im Berufsverkehr Geduld gefragt, um von der Portitzer Straße auf die Bundesstraße einbiegen zu können, vor allem nach links. Ebenso ist es nicht einfach, bei dem dichten Gegenverkehr von der Bundesstraße nach links in die Portitzer Straße abzubiegen. Zudem staut sich dadurch kurz vor der Ampelkreuzung Sommerfelder-/Leipziger/-Graßdorfer Straße zusätzlich der Geradeaus-Verkehr Richtung Eilenburg.

Verkehrsinsel wird kleiner

Diese Probleme sollen nach dem nun vorgesehenen grundhaften Ausbau der Portitzer Straße vom Tunnel bis zur Einmündung der B 87 und der dort geplanten Umgestaltung nicht mehr auftreten. Dafür soll eine neue Ampel sorgen, die hier künftig das Vorankommen von Fußgängern und Kraftfahrern regeln wird. Außerdem erhalten die von der B 87 kommenden Linkabbieger in die Portitzer Straße eine eigene Spur, weshalb die B 87 hier verbreitert wird und dort einige oder alle Parkplätze vor dem Geschäftshaus ab der Löwenapotheke entfallen. Auch wird die Verkehrsinsel kleiner, um zusätzlichen Platz zu schaffen. Die Schaltung der neuen Ampel soll mit der nur wenige Meter entfernten Ampel an der Kreuzung Graßdorfer-/Leipziger-/Sommerfelder Straße synchronisiert werden. Das Vorhaben werde in permanent enger Abstimmung mit dem Lasuv realisiert, heißt es.

Grundlage für den nun geplanten Aus- und Neubau ist eine Machbarkeitsstudie von 2011. Die Pläne von damals werden nun laut Zacharias auf ein Minimum reduziert, die jetzt schon bestehende Ampelkreuzung bleibt unberührt. „Wir haben bereits die Träger öffentlicher Belange abgefragt, und dadurch erfahren, dass zunächst die Leipziger Wasserwerke hier Tauchas Haupttrinkwasserleitung verlegen und erneuern müssen. Außerdem wurde bereits die Vermessung durchgeführt und ein Baugrundgutachten erstellt“, zählt Zacharias auf. Ein vorzeitiger Baustart während der Tunnelbauphase wäre nicht möglich gewesen, erklärt Zacharias: „Hätten wir die Kreuzung eher dicht gemacht, wären die Baufahrzeuge nicht zur Tunnelbaustelle gelangt“

Kein Eingriff in LVB-Gleise

Im Untergrund der Portitzer Straße könnten mit den dort liegenden Kanälen und ehemaligen Kellergewölben auf die Bauleute einige Überraschungen warten. Die Stadt will ihren Terminplan eng mit dem der Wasserwerke abstimmen, um so schnell wie möglich mit dem Straßenbau beginnen zu können. Die LVB-Gleise von der Straßenbahn-Endstelle An der Bürgerruhe sollen vom Straßenbau unberührt bleiben. Schwer vorstellbar, denn das teils holprige Gleisbett geht fließend in den Straßenkörper mit über.

Während der Bauphase soll die B 87 zumindest Richtung Eilenburg nach Möglichkeit befahrbar bleiben. Für die Gegenrichtung wird die Lindnerstraße als Umleitungsstrecke vorgesehen und vorher saniert. Das Kopfsteinpflaster bleibe aber bis auf Weiteres erhalten. Der Verkehr werde dann offiziell weiter durch die Weststraße, Freiligrathstraße vorbei an der Jubisch-Halle bis zur Ampelkreuzung bei Aldi und von dort auf die B 87 geleitet.

Von Olaf Barth

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