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Taucha Das neue Dach ist fertig – ein neuer Pfarrer fehlt noch
Region Taucha Das neue Dach ist fertig – ein neuer Pfarrer fehlt noch
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11:01 09.05.2019
Im Ambiente des nun sanierten Dachstuhls und mit Klängen des Posaunenchores feiert die Kirchgemeinde mit Gästen die Fertigstellung der langwierigen Arbeiten. Quelle: Foto: Christine Nieke
Taucha

„Wir sind der guten Hoffnung, dass wir in den nächsten Monaten auch wieder unsere Pfarrstelle besetzen können. Das Verfahren läuft noch und einfach ist es nicht, doch es zeichnet sich ab, dass es zu einem guten Ende geführt werden kann“, beschreibt Bernd Klauer die aktuelle Situation. Der 53-Jährige steht dem Kirchenvorstand vor und ist zunächst wie die anderen Mitglieder der Gemeinde überaus froh, dass die St. Moritz-Kirche nun ein saniertes Dach hat. „Da kann man sich nur bei allen beteiligten Gewerken, allen Fördermittelgebern und Spendern bedanken. Nun hoffen wir, dass auch der nächste Schritt in Angriff genommen werden kann“, so Klauer. Gemeint ist die Innensanierung des Gotteshauses, bei der es schon aus Brandschutzgründen zunächst vor allem um die alte, teils noch mit Alukabeln installierte Elektrotechnik gehen soll. Auch Malerarbeiten und ein neues Beleuchtungskonzept seien notwendig, zählt Klauer weiter auf und sagt: „Da werden wohl noch einmal bis zu 600 000 Euro Kosten auf uns zukommen.“

Unterstützung von Land und Bund

Wie schon bei der Dachsanierung hofft Klauer auch für den neuen Bauabschnitt auf ein erfolgreiches Engagement des nordsächsischen Bundestagsabgeordneten Marian Wendt (CDU), der sich in Berlin für die nötigen Fördermittel zugunsten der Tauchaer Kirche stark gemacht hatte. „Er will uns weiter unterstützen, wenn wir wieder einen Fördermittelantrag stellen“, so Klauer. Wichtig sei diese Hilfe, weil die Fördermittel aus einem Bundesministerium kommen, das Geld für Denkmale von nationalem Rang ausreicht. Abgeordnete hätten bei der Vergabe ein Mitspracherecht. In der Landespolitik wisse die Gemeinde im Hobby-Organisten Jörg Kiesewetter (CDU) einen weiteren Unterstützer an ihrer Seite.

Ohne Fördermittel wäre die 560 000 Euro teure Dachsanierung nicht zu stemmen gewesen. Vom Bund kamen 214 000 Euro, der Freistaat steuerte 129  000 Euro bei, auch die Evangelische Landeskirche und die Kirchgemeinde beteiligten sich. Mehr als 10 000 Euro waren aus privaten Spenden, zum Beispiel im Zuge eines Sponsoren-Essens, zusammengekommen.

Auch Laien vertreten Pfarrer

Die nächste Veranstaltung in der Kirche ist am Sonntag die Konfirmation. Generell kann festgestellt werden, dass trotz der seit November 2017 mit dem Abschied von Pfarrer Christian Edelmann vakanten Personalstelle alle für das kirchliche Leben wichtigen Ereignisse und Gottesdienste stattgefunden haben. Zum einen gab es bis Ende letzten Jahres mit Pfarrer Stefan Zieglschmid von der Kirchgemeinde Plaußig-Hohenheida einen Vertreter, zum anderen halfen emeritierte Pfarrer, oder es sprangen gerade zu den für Pfarrer terminlich sehr herausfordernden Zeiten wie Weihnachten oder Ostern Laienprediger aus der Gemeinde selbst in die Bresche. „Dann haben wir Lesepredigten gehalten. In der lutherischen Kirche ist ja jeder ein Priester. Nur die Sakramente dürfen wir nicht spenden“, sagt Klauer. Bei den Gottesdienstzeiten sei weiter Flexibilität gefragt. Die übliche 10-Uhr-Zeit wäre unter diesen Bedingungen nicht immer einzuhalten.

Bis ein neuer Pfarrer kommt, kümmert sich nun als Vertreter der Eutritzscher Pfarrer Peter Amberg mit um das Seelenheil der Tauchaer Gemeinde. Fest steht, dass trotz der kirchlichen Strukturreform mit der Zusammenlegung von Gemeinden nie vorgesehen war, die Pfarrstelle in Taucha nicht mehr zu besetzen, weiß Klauer. Mit diesem Wissen scheint es nun auch äußerst wahrscheinlich, dass bei der zeitlich noch nicht absehbaren Feier zum Abschluss des nächsten Schrittes der Kirchensanierung nicht nur wieder der Posaunenchor spielt, sondern auch regulär wieder ein eigener Pfarrer der rührigen Gemeinde vorsteht.

Von Olaf Barth

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