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Taucha EnviaTel baut drittes Datacenter in Taucha
Region Taucha EnviaTel baut drittes Datacenter in Taucha
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17:30 29.04.2019
So könnte das dritte Datacenter von EnviaTel in Taucha aussehen. Im Juli 2020 soll die erste Ausbaustufe eröffnen. Quelle: EnviaTel
Taucha

Aus den Luken im Boden strömt kalte Luft, die Klimaanlage hält die Temperatur konstant unter 24 Grad, ein Dieselaggregat steht rund um die Uhr bereit, um bei einem Stromausfall einzuspringen: Als ein „Hotel für Server“ hatte der Chef von EnviaTel, Stephan Drescher, das erste große Datacenter des Unternehmens im nordsächsischen Taucha bei der Eröffnung vor fünf Jahren beschrieben. Firmen können sich hier einmieten und ihre Server mit Daten unterstellen. 500 Computerschränke bieten Platz für 20.000 Server.

Direkt nebenan wird jetzt ein noch größeres zweites Datacenter gebaut. „Seit Mitte April 2019 laufen Bauvorbereitungsmaßnahmen“, sagte eine Sprecherin des regionalen Telekommunikationsanbieters am Montag. Schon in gut einem Jahr sollen hier neue Server einziehen. Die ersten 500 Quadratmeter im Erdgeschoss sollen im Juli 2020 fertig sein, drei weitere Bauabschnitte gleicher Größe dann je nach Nachfrage folgen.

Bau wird teurer als geplant

14 Millionen Euro lässt sich die EnviaM-Tochter den Neubau kosten. Das ist deutlich mehr, als zunächst geplant war. Denn die Erweiterung hatte Drescher schon vor zwei Jahren angekündigt. Damals war das erste Gebäude fast voll. Eigentlich sollte der Bau bereits 2018 beginnen – doch daraus wurde nichts. „Grund waren die vollen Auftragsbücher bei den Baufirmen“, sagte die Sprecherin. Zudem wurde der Neubau gleich deutlich vergrößert. Das machte noch einmal umfangreiche Planungen erforderlich.

Eigentlich sollte der Neubau eine exakte Kopie des bisherigen Standorts werden: ebenfalls 1000 Quadratmeter mit Platz für 20.000 Server. Das wurde jetzt verdoppelt: Statt eines eingeschossigen Flachbaus entsteht nun ein zweistöckiges Gebäude mit 2000 Quadratmetern und Platz für 40.000 Server.

Das treibt auch den Baupreis in die Höhe: Vor zwei Jahren war noch von sechs Millionen Euro die Rede gewesen. Das erste Datacenter hatte sogar nur fünf Millionen Euro gekostet. Dass der Neubau jetzt mehr als doppelt so teuer wird, liegt aber nicht nur an der Aufstockung auf zwei Etagen. Auch die Baupreise seien stark gestiegen, sagte Drescher.

Taucha wird Schaltwarte für Glasfasernetz

Insgesamt ist es sogar schon das dritte Datacenter von EnviaTel in Taucha. Das erste war dort schon 2009 eingerichtet worden. Es ist aber nur 100 Quadratmeter groß und wurde unauffällig in einem bestehenden Gebäude an dem EnviaM-Standort untergebracht. Weitere Datacenter hat bereits EnviaTel in Chemitz, Plauen und Kolkwitz bei Cottbus. Taucha ist aber der mit Abstand größte Standort.

Zusammen mit dem neuen Datacenter will EnviaTel in der Kleinstadt nordöstlich von Leipzig auch eine zentrale Schaltwarte zur Überwachung des eigenen Glasfasernetzes in Mitteldeutschland errichten. Dafür wir ein 1000 Quadratmeter großes Bürogebäude gebaut. Damit folgt EnviaTel der Konzernschwester Mitnetz Strom: Die betreibt in Taucha gleich nebenan schon ihre Leitstelle, die das mitteldeutsche Stromnetz überwacht.

Von Frank Johannsen

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