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Taucha Exotisches Federvieh ist bei Züchtern der Renner
Region Taucha Exotisches Federvieh ist bei Züchtern der Renner
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12:24 23.12.2015
Horst Koß (r.) und Günther Opitz (l.) präsentieren mit Vereinsvorsitzendem Frank Wezel ihre mit „vorzüglich“ und „hervorragend“ bewerteten Tiere.  Quelle: Reinhard Rädler
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Taucha

 Traditionsgemäß am vierten Adventswochenende hatte der Tauchaer Rassegeflügelzuchtverein (RGZV) Ornis 1891 zur alljährlichen „Ornis-Schau“ geladen. 39 Aussteller präsentierten in den Wyn-Passagen 320 Gänse, Enten, Hühner und Tauben in 46 Rassen.

„Im vergangenen Jahr waren es doppelt so viele Züchter und mehr als 700 Tiere. Da gab es Sonderschauen, die wir im nächsten Jahr zu unserem 125-jährigen Vereinsjubiläum auch wieder durchführen werden“, erklärte Vereinsvorsitzender Frank Wezel. Bereits am Donnerstag lieferten die Züchter aus Leipzig, Bad Düben, Leuna, Schkeuditz und natürlich auch aus der Parthestadt ihre Tiere an, damit am Freitag von vier Mitgliedern der Preisrichtervereinigung des Sächsischen Rassegeflügelzüchterverbandes die Leistungen bewertet werden konnten.

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Die Jury achtete auf die Einhaltung der für die jeweiligen Rassen geltenden Standards wie Form und Farbe. Auf der Bewertungskarte vermerkten sie Vorzüge, aber auch Fehler. Sie drückten auch ihr Bedauern für kleine Mängel aus, wie Preisrichter Lothar Forst, der bei einer weißen „Landente mit Haube“ schrieb: „Leider nur eine Erpellocke - schade“.

Sechs Züchter erreichten mit ihren Tieren die höchstmögliche Bewertung von 97 Punkten und damit das Prädikat „vorzüglich“. Der Leipziger Siegfried Oswald war mit seinen „Verkehrtflügelkröpfern schwarz und gelb“ gleich zweimal ganz vorn vertreten. Horst Koß zählte mit seiner „Florentiner schwarz“-Taube zu den drei Tauchaern, die „vorzüglich“ erreichten. 23 Mal vergaben die Preisrichter das Prädikat „hervorragend“.

Stolz präsentierte Günther Opitz aus Zschepplin seine Taube „Show Racer, gelbfahl-gehämmert“, die die Preisrichter mit 96 Punkten bewertet hatten. „Mit einem markanten Kopfbogen, dessen Form wie mit einem Zirkel gezogen ist, konnte ich mit meiner Taube punkten“, freute sich der 64-Jährige. Zehn Zuchtpaare betreut er zuhause. „Wir konnten mit dieser Rasse erst nach 1990 anfangen, an einen Import aus England war zu DDR-Zeiten nicht zu denken“.

„Heute werden bei den Hühnern gern Raritäten gezüchtet“, stellte Preisrichter Manfred Golze fest, der dem RGZV seit 1966 angehört. „Da stehen zum Beispiel die aus Südamerika stammenden ‘Araucana-Hühner‘ mit ihren grünfarbenen Eiern höher im Kurs, als die fleißigen Eierleger ‘New Hamshire‘ und ‘Sussex‘. Die private Kleintierhaltung hat ja heutzutage kaum noch wirtschaftliche Gründe“.

Für Wezel ist es Ansporn und Befriedigung zugleich, das Ergebnis einer zielgerichteten Paarung zu sehen. „Aber es ist auch schön, nach der Arbeit meine ‘Federfüßigen Zwerghühner mit Bart‘, einfach nur mal zu beobachten“, so der 44-jährige Maurer aus Rackwitz.

Von Reinhard Rädler

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